Eine Bekannte von mir war zum Start ihres Unternehmens auf der Suche nach einem grafischen Auftritt und dachte sich bei einem empfohlenen Werbeberater in guten Händen. Zum ersten gemeinsamen Gespräch kam dieser auch gleich mit vollen Händen. Da lag schon ein Konzeptpapier mit vielen trefflichen Überlegungen am Tisch: zur eigenen Position in fünf Jahren, zu Empfehlungen im Kundendialog und vielem mehr.
Allein: Die Freude an all den Mühen war gering. Denn erstens war all das überhaupt nicht ihr Anliegen gewesen: Sie wollte zunächst schlichtweg grafische Basics. Und zweitens hatte ihr der Berater ja noch gar nicht zugehört. Quasi auf Blindflug hatte er sich vieles einfallen lassen (oder von einem vorhandenen Konzept übernommen). So gut all das vielleicht gemeint war, es war doch eine völlige Themenverfehlung, die sich klar nachteilig auswirkte: Nach diesem ersten Eindruck entschied die Jungunternehmerin, sich doch nach einem anderen Anbieter umzusehen.
Eine einfache Begebenheit, aus der sich so Manches erschließen lässt: Ohne Briefinggespräch lässt sich keine treffende Lösung entwickeln. Und dem Kunden zunächst einmal zuzuhören ist eine echte Tugend, gerade für Berater. Die richtigen Lösungen kennt man nicht im Vorhinein – und oft nicht einmal direkt nach einem Gespräch. Im Endeffekt macht es sich für alle bezahlt, überlegt eine eigene Lösung entwickeln, als die übliche Standardlösung zu präsentieren.
Erstellt am
14. Juli 2010 unter
Blog and Web.
So schnell übersieht man ein Jubiläum! Die Agentur läuft auf vollen Touren, die Zeit für das eigene Blog ist in diesem Jahr daher besonders knapp. Ganz nebenbei ging so der 9. Juni vorbei – der Tag, an dem ich 2005 den ersten Eintrag in meinem Blog verfasste.
363 Beiträge später ist aus einer spontanen Idee ein wichtiger Teil meines digitalen Lebens geworden. In den fünf Jahren am K2 ging mir weder die Luft noch das Themenangebot aus. Tatsächlich wird die Web-Kommunikation immer spannender, das Agentur-Blog ist eine gute Möglichkeit, um bei den Entwicklungen auf dem Laufenden bleiben. Damit gilt noch heute, was mich von Beginn an zum Bloggen motivierte. Und interessant wird sein, wie Web 5.0 (oder was immer) im Jahre 2015 aussieht. Ob uns Twitter, Facebook, YouTube, klassische Blogs noch immer durchs Netz begleiten werden?
> Mehr dazu:
5 Jahre Agentur kropf kommunikation

Kundenmedien werden nach wie vor auf Papier gedruckt und durch Digitales maximal ergänzt. Das ist ein zentrales Ergebnis der Corporate Publishing Basisstudie, die in der deutschen Ausgabe 26/2010 der Kommunikationszeitung Horizont veröffentlicht wurde.
Demnach wollen nur 10 Prozent der befragten Unternehmen Budgets von klassischen zu digitalen Kundenmedien umschichten und nur 8 Prozent gehen davon aus, dass digitale Unternehmensmedien Printmedien in Zukunft ablösen werden. 44 Prozent sind jedoch davon überzeugt, dass sich digitale Angebote hervorragend zur Ergänzung von Printmedien eignen.
Die Ausgabe stellt auch einige interessante aktuelle Beispiele vor, z. B. das iPad-Kundenmagazin “Digital Auotmotive Space” von VW.
> Mehr dazu:
Jährliche Investitionen in digitale Unternehmensmedien bei Horizontstats.de
Femity verabschiedet sich, las ich vor einigen Tagen in der Betreffzeile eines Newsletters dieser Business-Community für Frauen. Warum das denn?, war ich momentan überrascht. Aber wann war ich eigentlich das letzte Mal dort aktiv? Ich konnte es nicht sagen.
“Lively Neighbourhoods” ändern sich im Web permanent. So ist man einige Zeit lang in einem Netzwerk fast täglich aktiv und dann bloß sporadisch oder gar nicht mehr. Gestern tummelten sich alle noch bei Xing, heute hört man immer öfters Klagen über plumpe Selbstdarstellung sowie Beratungsdiebstahl und fragt sich, was man dort eigentlich noch finden möchte – abseits der nach wie vor praktischen Visitenkartenfunktion.
Momentan drängt es jeden zu Facebook. Gerade Jüngere verabschieden sich auch schon wieder von dort (zumindest wird das lautstark behauptet). Und jeder muss sich fragen, auf welche anderen Beschäftigungen er durch die viele zerronnene Zeit mit den Social Media eigentlich verzichten möchte. Viel zu selten wird diese Entscheidung bewusst getroffen, das Web lockt mit immer wieder neuen Pages und Links. Aber wer weiß, vielleicht steht am Ende dieser Entwicklung mit all ihren Hypes schließlich wieder das simple reale Leben da draußen?
Am Freitag, 11. Juni 2010 startet die Fußball-WM in Südafrika, sogar der Kulturmontag auf ORF 1 ist schon im Fußballfieber. In der Werbung laufen bereits eine ganze Zeit lang Kampagnen zur WM. Im deutschen Horizont war jetzt zu lesen, welche Marken dabei besonders punkten: Eindeutig am meisten Aufmerksamkeit zog demnach Nutella auf sich: 23,1 Prozent der Befragten einer Umfrage des Link-Instituts ist diese Werbung aufgefallen. An zweiter Stelle liegt Bitburger mit 10,9 Prozent, Coca-Cola folgt mit 10,4 Prozent.
Sport-Großveranstaltungen sind immer auch eine Bühne für Trittbrettfahrer, die mit smartem Ambush-Marketing vom Kuchen mitnaschen. Volkswagen gelingt das wiederum sehr gut. Ebenso wie bei der EXPO in Shanghai ist der Konzern zwar nicht Sponsor, nützt das Ereignis aber geschickt aus. Das Ergebnis: 9,3 Prozent der von Link Befragten ist die WM-Kampagne von VW besonders aufgefallen.
Media Markt ist ebenso geschickt beim WM-Marketing und startete rechtzeitig vor Südafrika ein eigenes Online-Game. Dabei können Amateur-Kicker ihr Können als Goalkeeper unter Beweis stellen. Dazu gibt es auch eine Fanseite bei Facebook. Südafrika ist überhaupt die erste WM, bei der Social-Media eine große Rolle spielen werden – und Facebook liegt dabei unangefochten an der Spitze.
>Mehr dazu:
WM-Game von Media Markt
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31. Mai 2010 unter
Web.
Der Anfang braucht etwas Anlauf, hören wir im “Ton des Monats” der Audio-Journalistin Stefanie Pütz. Also eine Minute und 39 Sekunden für die Wortspende zum Tag investieren:
“Montag ist Schontag” – Ton des Monats von Stefanie Pütz
Dank der Vulkanwolke war ich letztens spontanerweise im Liegewagen quer durch Deutschland und bis nach Wien unterwegs. Statt 2 Stunden zu fliegen insgesamt 20 Stunden unterwegs zu sein, war nicht lustig, aber ich war froh, so doch in einem planbaren Zeitraum anzukommen.
Nur: Der direkte Vergleich zwischen Hin- und Rückreise war drastisch. Mit dem Zug reisen ist nicht nur um Ei
niges teurer als fliegen, sondern vor allem deutlich weniger komfortabel. Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn waren alle ausnehmend hilfsbereit. Doch alle Freundlichkeit nützt nichts bei der gebotenen Qualität des Liegewagens und des Services: Ein Schaffner betreute mehrere Wägen, gastronomische Versorgung war praktisch nicht vorhanden und in den engen, ruckelnden Abteilen war nicht wirklich an einen erholsamen Schlaf zu denken.
Am nächsten Tag im ICE sah die Welt schon weit freundlicher aus. Mit diesem Format und auf diesen Distanzen hat die Bahn wohl auch weiterhin Zukunft, die Übernachtzüge werden es wohl nur dann haben, wenn sich beim Mitbewerber Flugzeug Dramatisches ändert. Darüber können selbst die illusionistischten Anzeigen nicht hinwegtäuschen. Denn just im Bord-Magazin des ICE fiel mir eine Anzeige für Reisen im Liegewagen in die Hände.
Die
hübsche Dame inmitten ihrer persilweißen Pölsterchen mag überall aufgenommen worden sein, nur nicht in einem echten Liegewagen. “Augen zu und da” dichtete dazu ein nichtsahnender Texter als Headline und setzte im Copy-Text noch eines drauf: “Unterwegs schlafen, morgens ausgeschlafen ankommen und den Urlaub ab dem ersten Tag genießen.” Ja, liebe Kreative, texten kann man viel, aber wer will es auch glauben, 0der nach dem ersten Versuch nochmals wagen?
Die wahre Pointe kam allerdings ein paar Seiten weiter im selben Bord-Magazin: Ein Beitrag über 175 Jahre Eisenbahn in Deutschland zeigte nämlich mit einem Bild, wie es sich tatsächlich im Liegewagen reisen lässt. Allerdings war das Foto bereits im Jahr 1955 aufgenommen worden. 55 Jahre später ruckeln noch genau dieselben Liegewägen durch Deutschland und Österreich – inklusive ihren vergammelten Decken, wackeligen Leitern und altertümlichen Schaltern.
Mit welchen ungewöhnlichen Aktionen macht man auf ein Unternehmen aufmerksam? PR-Doktor Kerstin Hoffmann sammelt dazu Ideen bei einer neuen Blogparade zum Thema:
“Diesseits der Trampelpfade – ungewöhnliche Werbe- und PR-Aktionen”. Ab heute bis 30. Juni 2010.
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22. April 2010 unter
Web.
Mein Blog macht (schon einige Zeit) und noch bis Mai EXPO-Shanghai-Pause. Bei der größten EXPO aller Zeiten hat alles eine andere Dimension. Österreich ist dort mit einer ziemlich beeindruckenden Multimedia-Präsentation vertreten – und ich mache dazu die Medienarbeit.
>> Mehr zur EXPO Shanghai 2010 gibt es zum Beispiel hier zu sehen:
Website des Österreich-Pavillons
Austrian Experiencing Pavillon (virtueller Österreich-Pavillon im Web)
“Making Of”-Clip der interaktiven Ausstellung
EXPO Shanghai Website
