Monthly Archive for November, 2005

Erstes Welt-Café in Wien

Warum ist das niemand früher eingefallen: Nach dem Muster der Weltläden eröffnet in Wien in der Schwarzspanierstraße 15 jetzt das erste Weltcafé Österreichs. Neben fair gehandelten Bio-Produkten aus der ganzen Welt soll es auch Veranstaltungen über entwicklungspolitische Zusammenhänge geben und gemeinsam mit dem Afro-Asiatischen-Institut wird eine Galerie betrieben. Wenn das kein Grund zum Fair-Weilen ist.

Das Eröffnungsfest findet am Freitag, 2. Dezember 2005 um 19 Uhr im Afro-Asiatischen Institut statt (Großer Saal, 1090 Wien, Türkenstraße 3).

www.weltcafe.at

Mundpropaganda im digitalen Zeitalter

Ich weiß nicht, wie man das zählt, aber angeblich werden wir jeden Tag mit 1.500 Brandings und Werbebotschaften konfrontiert. Also siebt unsere Gehirn kräftig aus und nimmt nur das auf, was als relevant erachtet wird. Und da spielen Empfehlungen von nahen und fernen Bekannten eine große Rolle.

Mundpropaganda ist damit nach wie vor ein wesentliches Marketing-Tool, für einige Branchen wie z. B. im Entertainment-Bereich ganz besonders: Wir sehen uns ein Theaterstück an, weil es die Arbeitskollegin so toll fand oder treffen uns mit einem Freund in seiner neuen Lieblings-Bar.

Interessant: Auch im High-Tech-Bereich verlassen wir uns auf Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis. Rund drei Viertel der Käufer eines PDAs entscheiden sich aufgrund eines persönlichen Tipps.

Schön, dass wir heute nicht nur auf die klassische Mundprogaganda angewiesen sind, Viralmarketing über E-Mails, Blogs & Co leistet Unternehmen ebenso gute Dienste: Anonyme virtuelle Kommunikation schafft persönliches Vertrauen.

Corporate Identity für Einsteiger

Basiswissen zu Corporate Identity verspricht ein Büchlein von Robert Paulmann. Wer neu in der Gedankenwelt der Corporate Identity ist, wird darin tatsächlich einiges Wissenswertes zum Thema finden.

Das ganze Buch bleibt leider etwas oberflächlich beschreibend, für die praktische Umsetzung wird man wenig Brauchbares entdecken. Wer beim nächsten CI-Meeting jedoch mit beeindruckenden Anglizismen um sich werfen möchte, wird mit dem Glossar sicher glücklich.

Robert Paulmann
Double Loop. Basiswissen Corporate Identity.

Verlag Hermann Schmidt. Mainz. 2005.

Corporate-Social-Responsibility-Forum in Wien

Kann Corporate Social Responsibility (CSR) als eigenständiges Managementkonzept zum Erfolg von Unternehmen beitragen? Dieser Frage geht das CSR-Forum am 1. Dezember 2005 in der Wiener Hofburg nach. Unter den hochkarätigen Referenten finden sich u.a. Philip Kotler und Holger Rust.

www.csr-forum.at

Countdown für eu-Domain

Die neue Top-Level-Domain (TLD) der EU geht an den Start: Ab 7.12.2005 können sich öffentliche Einrichtungen und eingetragene Marken anmelden.

Ab 7.2.2006 folgen Nachnamen, Firmennamen und Werktitel, ab 7.4.2006 kann sich jeder registrieren.

Nähere Informationen unter www.eurid.eu.

Umfrage zu Weblogs in der PR

Die European Public Relations Assoction will herausfinden, von wem und für welchen Zweck Blogs in der PR eingesetzt werden. Der Online-Fragebogen kann noch bis 30.11.2005 ausgefüllt werden auf der Website Euroblog 2006 .

Jeder, der sich dafür ca. 5 Minuten Zeit nimmt, erhält dann nach der Endauswertung die Ergebnisse.

Wie Corporate Social Responsibility an Bedeutung gewinnen kann

Für 63 % der Konsumenten ist das ethische Verhalten eines Unternehmens ein wesentlicher Faktor. Das ergibt eine aktuelle Umfrage des Integral-Instituts im Auftrag von Henkel .

Ich wünsche mir, dass dieser Anteil noch weiter zunimmt, damit Corporate Social Responsibility (CSR) nicht nur ein leeres Schlagwort bleibt, sondern auch gelebt wird. Denn nur, was den Konsumenten ein echtes Anliegen ist, wird von den Unternehmen auch vorangetrieben – so wie das Umweltthema vor einigen Jahren.

Menschenunwürdige Produktionsbedingungen in Sweatshops der ärmsten Länder diese Welt sind genau so wenig akzeptabel wie ein planloser Umgang mit unseren Ressourcen. Das Umweltthema ist ziemlich aus der öffentlichen Kommunikation verschwunden – und hat doch seinen Stellenwert bei den Konsumenten behalten: 83 Prozent der Befragten von Integral sagen, dass ökologische Prinzipien zukünftig weiterhin bedeutsam sind. In den Augen der Konsumenten ist dieses Kriterium genauso wichtig wie eine hohe Produktqualität (84 Prozent).

PR für PR – mehr Professionalität täte gut!

Die Hälfte aller österreichischen EntscheidungsträgerInnen denkt laut einer Umfrage des Instituts für Grundlagenforschung bei PR nur an Medienarbeit. Und, kann man gleich hinzufügen, hat von der Disziplin meist keine sehr gute Meinung. Der Public Relations Verband Austria und die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien wollen das mit der Kampagne “PR kann mehr” zurechtrücken. Gut so.

Aber der Start der Aktion ist wenig verheißungsvoll. Ein erstes Imageinserat in Printmedien wirft mit Fachbegriffen von Issue Management bis Agenda Setting um sich, ohne auch nur irgend etwas zu erklären und lässt den durchschnittlichen Leser erst recht ratlos, was er sich jetzt unter PR vorstellen kann.

Ein Blick auf die Website der Kampagne macht auch nicht glücklicher: Da wird ein neues Online-Lexikon der PR-Begriffe namens PRpedia ausgelobt. Schöne Idee, nur leider finden sich kaum noch Einträge in der Kommunikations-Wikipedia und die wenigen sind kaum länger als eine Zeile. Wie kann man so etwas halbfertiges online stellen und dann noch groß bewerben? Das ist alles andere als professionelle Kommunikationsarbeit und fügt dem ohnehin schon angeschlagenen Image der Branche noch ein Quentchen Dilettantismus hinzu.

Link zur Website von “PR kann mehr”.

Suchmaschinen-Optimierung: Ein Fall für Texter

Eyetracking-Studien zum Suchverhalten auf Google zeigen es immer wieder deutlich: Die Ergebnisse im “goldenen Dreieck” im linken oberen Bereich des Bildschirms sind einsame Spitze.

Und doch klicken User dann oft auf ein anderes Suchergebnis, erzählt Gord Hotchkiss von Enquiro beim MarketingSherpa Summit in Boston. Der Grund: Stärker als das Ranking in der Ergebnis-Liste wiegt die Einschätzung der Relevanz – und die basiert wesentlich auf den Wörtern.

Also schnell einen Blick auf die Title-Tags der eigenen Website machen: Finden sich da auch wirklich die impact-stärksten Wörter?

Mehr zum B-to-B Summit auf der Website des MarketingSherpa.