Monthly Archive for Oktober, 2006

Meine eigene “Zeitung” am Schirm und neuer Firefox

Wie schön, dass heute Feiertag ist (in Österreich) – der richtige Tag, um sich zwei sehr nützlichen Dingen am Computer zu widmen:

1.
Ich habe mir eine personalisierte Startseite von Google eingerichtet. Genial einfach und genial praktisch kann ich mir jetzt auf einer Seite alle Blogs anschauen. Kein Vergleich zu den Feed-Readern, die ich vorher ausprobiert hatte. Mit Wetter, Zeitungs-News nach Wunsch usw. habe ich so meinen jederzeit aktuellen Newskanal.

2.
Ich habe mir den neuen Firefox 2.0 heruntergeladen – und gleich wieder einige coole Add-ons installiert – z. B. Cooliris: Damit öffnet sich im selben Screen ein kleines Preview-Fenster auf einen Link.

Akquise mit Netzwerken

Akquise hat viel mit Netzwerken zu tun (eh klar). Meine Erfahrung dabei: Angebote, die sich mit dem eigenen Profil decken, bringen mehr als allgemeine. Daher hier Tipps für drei sehr fokussierte Netzwerke (virtuell und real) aus meiner persönlichen Sicht:

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MIK Initiative Mikro-UnternehmerInnen
Der nächste MIK-Stammtisch findet am Mittwoch, 8. November 2006, 19:00 im Cafe Engländer statt. Christine Bauer-Jelinek hält einen Impulsvortrag zu: „Warum Mikro-UnternehmerInnen gründen“.

Texttreff
Das Netzwerk wortstarker Frauen wendet sich an: Werbetexterinnen, PR-Fraueb oder Lektorinnen. Seit heuer gibt es auch eine Gruppe in Wien.

Business Frauen Center
Eine Plattform für Frauen, die ein Unternehmen gründen wollen. Mit einer sehr brauchbaren Infothek auf der Website, geförderter Beratung u. v. m.

Wikipedia neu: Citizendum

Larry Singer, ein Mibegründer von Wikipedia, startet jetzt ein neues Online-Lexikon. Das Projekt startet unter dem Namen Citizendum. Die Beiträge werden wieder von Freiwilligen verfasst, die sich jedoch ausweisen und ihre Kompetenz zu einem Thema legitimieren müssen. Zusätzlich werden Kontrollinstanzen eingezogen.

Verkaufen wie gedruckt — Das schriftliche Akquisegespräch

Der erste deutsche Blogging Karneval hat gestartet – mit einem zeilenfüllenden Titel: Akquise: Kunden und Aufträge finden und gewinnen. Wichtige und nützliche Tipps für FreiberuflerInnen, Einzel- oder KleinunternehmerInnnen. Mein Blog ist dabei – hier kommt mein erster Beitrag:

Checkliste: Fragen zur Eigen-Präsentation on- und offline

Beim Stichwort „Akquise“ ist die erste Assoziation meist das persönliche Verkaufgespräch. Ebenso wichtig ist jedoch das schriftliche Verkaufsgespräch — die Eigen-Präsentation des Unternehmens auf Papier und im Internet.

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CORPORATE DESIGN

Namensschriftzug bzw. Logo sind das Porträtfoto eines Unternehmens — und eine essenzielle Basis für die erfolgreiche Eigen-Präsentation.

>> Passen die Farben und Gestaltung des Schriftzugs bzw. des Logos zu dem, was ich tue?
>> Geben sie einen Hinweis auf den Unternehmensgegenstand?
>> Ist der Schriftzug leicht lesbar – ist mit einem Blick erfassbar, worum es hier geht?
>> Was macht meinen Schriftzug, mein Logo unverwechselbar?
>> Ist die Gestaltung für einen langfristigen Einsatz geeignet?
>> Ist das Logo online wie offline gleichermaßen einsetzbar?
>> Wie sorge ich für eine einheitliche Anmutung meiner Dokumente (Hausschrift, Dokument-Vorlagen für Präsentationen, Konzepte, Rechnungen, Briefe etc., Wording-Regeln)?

ONLINE-PRÄSENTATION

Auch wer nicht direkt im E-Commerce tätig sind, wird über die Unternehmens-Website verkaufen: Mein Agentur-Internetauftritt war gerade einige Tage online, da brachte er mir schon den ersten Auftrag. Eine Interessentin erinnerte sich nach Monaten an mich, die Visitenkarte war längst verlegt, über Google fand sie dennoch rasch meine Website. Die Online-Präsentation vermittelte die richtigen Argumente, sodass die Entscheidung für die Auftragserteilung leicht fiel.

>> Welcher Domain-Name korrespondiert am besten mit dem Unternehmensnamen und ist zugleich kurz und prägnant?
>> Welche Inhalte überzeugen Interessenten von meinen Leistungen?
>> Welchen Service kann ich Besuchern meiner Seite bieten (und damit zugleich meine Kompetenz unterstreichen)?
>> Wie mache ich meine Persönlichkeit auf meiner Website sichtbar – durch ein Porträtfoto, CV etc.?
>> Wie sehen die technischen Anforderungen meiner Website aus (Browser-Kompatibilität, Bildschirm-Auflösung, Flash etc.)?
>> Wie animiere ich Besucher meiner Website, mit mir Kontakt aufzunehmen?
>> Wie wird meine Website im Internet gefunden: Mit welchen Stichworten wird bei Suchmaschinen nach meiner Leistung gesucht?
>> Wie optimiere ich meine Website für Suchmaschinen? (nähere Tipps zum Start mit Suchmaschinen-Optimierung in diesem Blog!)
>> Wie nutze ich andere Online-Möglichkeiten: Eintrag in Online-Verzeichnissen, Internet-Networking, Postings in Blogs etc.?
>> Macht für mein Unternehmen ein regelmäßiger E-Mail-Newsletter Sinn? Habe ich dafür ausreichend interessante Informationen?

PRÄSENTATION AUF PAPIER

Die Geschäftsausstattung (Briefpapier, Visitenkarten etc.) sind alltägliche Botschafter des Unternehmens.

>> Sind alle rechtlich notwendigen Bestandteile auf dem Briefpapier enthalten (für Rechnungen z. B. UID-Nummer, Bankverbindung)?
>> Ist auf Briefpapier und Visitenkarte ersichtlich, welche Leistung ich anbiete?
>> Passt es zu mir, die Visitenkarte verkaufsorientiert zu gestalten (z. B. durch ein Porträtfoto oder kurzgefasste Verkaufsargumente etc.)?

Auch im Online-Zeitalter geht es nicht ohne Papier: Eine gedruckte Präsentation der eigenen Leistungen braucht man — als Info-Sheet, als Flyer oder umfangreicher Folder.

Zwei Fragen leiten die Textierung:

>> Inwiefern sind meine Leistungen für potenzielle Kunden von Nutzen?
>> Warum kann ich das besonders gut?

VIER FUNKTIONEN FÜR TEXTE

Jeder liest Texte anders. Jeder hat andere Bedürfnisse. Jeder sucht nach anderen Argumenten. Corporate Wording-Experte Hans-Peter Förster spricht daher davon, dass Wörter uns auf vier Ebenen ansprechen:

-Information: Zahlen, Daten, Fakten
-Garantie: Nachweise, Traditionen, Ordnung
-Erlebnis: Visionen, Ideen, Begeisterung
-Kontakt: Sympathie, Emotionen, Herz

Mehr dazu in: Hans-Peter Förster. Texten wie ein Profi.

Deutsche Medien auf einen Blick

Meistens sind für meine PR-Arbeit die österreichischen Medien ausreichend, hie und da stoßen doch auch deutsche in meinen Verteiler. Eine echte Hilfe fürs Recherchieren der Kontakte sind die Medienlisten von KROLL.

Die gibt’s als PDF zum Gratis-Download.

Der erste Blog Carnival in Deutschland (und Österreich)

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Blog Carnivals kommen aus den USA – nun findet auch einer in Deutschland statt: “Alle sprechen von Web 2.0, wir wollen die Möglichkeiten zur Interaktivität ganz praktisch zeigen – zum Nutzen unserer Weblog-Leser”, so Initiatorin Elke Fleing. Als Gastgeberin lädt sie mit ihrem Weblog www.selbst-und-staendig.de Experten zum 1. Business Blog-Karneval in Deutschland ein. Ergebnis der Zusammenarbeit dieser Blogger soll ein umfangreiches Wissensdossier zum wichtigsten Thema für Selbstständige sein: Akquise: Kunden und Aufträge finden und gewinnen.

So funktioniert’s:
Während eines festgesetzten Zeitraums verfassen die Teilnehmer in ihren Weblogs Beiträge zum Thema, die auch dem Gastgeber zur Verfügung gestellt werden. Für die Leser entsteht dadurch in Summe eine umfangreiche Informationssammlung, zusammengestellt von Experten auf ihrem jeweiligen Fachgebiet.

Brad Rubenstein, der in den USA mit der Plattform www.blogcarnival.com die Organisation von mehreren hunderten Blog-Karnevals unterstützt, sieht bereits das Ende klassischer Informationsportale herannahen: “Sie werden künftig durch solche dezentralen Fach-Communities im Web ersetzt”. An die Stelle zentraler Informationsbereitstellung durch Redaktionen oder Portalbetreiber trete gemeinsamer “User Generated Content” von Experten auf dem jeweiligen Gebiet.

Die teilnehmenden Blogger profitieren einerseits durch den Spaß am gemeinsamen Projekt, andererseits haben sie – vor allem die unbekannteren unter ihnen – durch die gegenseitigen Verlinkungen die Chance, ihre Leserschaft zu vergrößern.

Mit halb-lustigem Karnevals-Klamauk hat ein Blog Carnival also nichts zu tun. Das gefällt mir und ich probiere gerne neues – also bin ich ab 20.10. gerne mit dabei.

Mehr dazu: Intro-Beitrag von Elke Fleing.

(Fast alles) über Storytelling

Frenzel, Müller und Sottong sind drei deutsche Pioniere des Storytellings. Ihr Beratungsunternehmen System + Kommunikation bietet seit Mitte der 90er Storytelling-Analysen als Produkt an.

In ihrem neuen Buch “Storytelling. Die Kraft des Erzählens fürs Unternehmen nutzen” machen sie einen ziemlich breiten Rundkurs zum Thema: von Change-Prozessen über Wissensmanagement bis zum Marketing.

Viel ähnliches kommt da unter neuem Deckmantel immer wieder vor, viel Interessantes ist auch darunter. Mich hat weniger das Kapitel über PR begeistert, als die Möglichkeiten, der gelebten Unternehmenskultur auf die Spur zu kommen. Ein lesenswertes Taschenbuch zum Reinschnuppern.

Mehr zu Storytelling bei den PRVA-News.

Slogans sagens einfach

Slogans werden schneller und direkter. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von www.Slogans.de und dem Hamburger Trendbüro. Gemeinsam wurden fast 4.000 Slogans untersucht, die seit 2000 erstmals verwendet wurden.

Der eindeutige Trend: Die Slogan-Sprache wird knapper: Mehr als die Hälfte der Slogans kommt bereits mit 1 – 3 Wörtern aus. Die Zielgruppe soll direkt und freundschaftlich, aber ohne diffuse Sprachspielereien angesprochen werden – wie bei „Weg mit dem Speck!“ von Telering.

Gleichzeitig werden Punkt und Komma häufiger als Stilmittel eingesetzt und der Imperativ verwendet. Weniger angesagt sind: Anglizismen (ein echter Fortschritt!) und Kunstwörter. Als Themen dominieren derzeit: Natürlichkeit, Genuss, Orientierung, Effizienzsteigerung, Zeitvorteile und Vereinfachungsstrategien.

Zu den Top 5-Wörtern zählen die Wörter „sie“, „wir“, „mehr“, „uns“ und „einfach“.

Spanier bloggen eifriger als Deutsche

Wer hätte das gedacht: Spanische Internet-Nutzer liegen bei der Nutzung von Web-2.0-Angeboten, wie Podcasts, Instant Messaging-Dienste, Blogs etc. auf dem ersten Platz. Das ist das Ergebnis der NetObserver-Studie. Das Marktforschungsunternehmen Novatris befragte dazu 400.000 Internet-User in Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und Deutschland.

Deutsche Internetnutzer nehmen bei der Nutzung von Web 2.0-Angeboten bislang nur den letzten Platz ein. Möglicher Grund: Der spanische Internetnutzer ist im Vergleich zu den restlichen europäischen Usern sehr jung: Sechzig Prozent sind unter 35 Jahren alt. Bei der Nutzung kostenpflichtiger Online-Dienste liegen jedoch die Deutschen an der Spitze. Italienische und französische User sind bei Online-Käufen zurückhaltend.

BlogUsability – meist nicht genügend

Von Websiten sind wir den Begriff Usability ja schon gewohnt. Die EuroBlog-Studie hat sich angeschaut, wie es damit bei Blogs so steht und hat herausgefunden: Die User sind mit der Handhabung von RSS etc. schlicht überfordert.

Die Folge: Die Anzahl der Blog-User stieg 2005 nicht.

Mehr dazu in der Präsentation von Trine-Maria Kristensen und Børge Kristensen.