Monthly Archive for März, 2007

Interessantes zu Corporate Blogs

Klaus Eck ist mit seinem PR-Blogger Autor eines der interessantesten Blogs der PR-Szene, nun hat er auch ein Buch zum Thema Corporate Blogs verfasst.

Zum Lesen bin ich selbst noch nicht gekommen, Jörg Petermann macht in seinem Blog “Einfach Persönlich” aber viel Lust darauf: Ein dreiteiliges Autoren-Gespräch bringt Autor und Buch näher. Im Interview erzählt Klaus Eck, dass
- Bloggen mehr bringen kann als “Verbands-Netzwerken”,
- Unternehmen und PR nach wie vor mit dem Kontrollverlust in Zeiten von Web 2.0 kämpfen
- der Aufbau eines Blogs während einer Krise meist zu spät kommt
- und Intranet-Blogs die E-Mail-Flut sowie den Information-Overload in großen Unternehmen etwas eindämmen können.

Corporate Blogs von Klaus Eck
Unternehmen im Online-Dialog zum Kunden
200 Seiten, klappenbroschiert
Verlag Orell Füssli
ISBN: 328005222X

Amazon-Rezensionen ade

Es gab eine Zeit, da fand ich Amazon-Rezensionen mitunter recht hilfreich. Dann fingen findige Autoren an, sich gleich selbst die nettesten Kritiken zu verfassen.

Und jetzt ist die ganze Idee überhaupt in der Kategorie absurd gelandet: Immer mehr Bücher sind von diffamierenden Kritiken betroffen. Häufig sind die Texte reichlich abstrus, so mancher jedoch nicht sofort als böswillige Attacke von wem immer erkennbar. Dazu werden auch gleich noch die positiven Kommentare als wenig hilfreich weggeklickt. Dank dem Web-Vandalismus verlässt man sich besser doch auf herkömmliche Kritiken.

Die absoluten No’s der Passwörter

Bei Passwörtern geht’s mitunter wenig kreativ zu. Chip hat eine Liste der beliebtesten Passwörter erstellt:

1 123456
2 f*cken
3 Passwort
4 Schatz
5 Baby
6 Sommer
7 Hallo
8 Frankfurt
9 Daniel
10 Nadine

Jeder zweite PR-Profi nutzt Weblog-Monitoring

Weblogs haben sich als reguläres Tool der Kommunikationsarbeit etabliert: Laut der zweiten europaweiten Studie zu Social Software-Anwendungen in Public Relations nutzt jeder zweite PR-Verantortliche RSS-Feeds (Real Simple Syndication) zur Beobachtung, bei der Vorjahresbefragung war es nur ein Drittel. Für die Studie der Universitäten Luzern und Leipzig wurden 400 PR-Verantwortliche aus mehr als 24 Ländern befragt.

Als wesentlicher Vorteil zeigt sich: Organisationen, die über Weblogs ihre Umwelt beobachten erhalten früher als andere ein Feedback auf ihre Aktionen und haben die Chance, authentische und persönliche Beziehungen zu ihren Stakeholdern aufzubauen.

89% der Befragten waren sich einig, dass Weblogs und Social Software Anwendungen in wenigen Jahren vollständing in normale Websites integriert sind. Ein Problem ist jedoch, dass vielen PR-Praktikern handfeste Erfahrung in diesem Bereich fehlt. Prof. Dr. Ansgar Zerfaß von der Universität Leipzig: “Unternehmen sind heute doppelt gefordert: Zum einen müssen sie immer stärker ihr Kommunikationsbudget legitimieren und das ist wegen fehlenden Messinstrumenten bei Social Software schwierig. Zum zweiten fehlt es häufig an Mitarbeitern mit der nötigen Online-Erfahrung, die nicht nur praktisches Know-how, sondern auch Verständnis für die Kommunikationsstrukturen in der Wirtschaft einbringen können.”

Mehr unter www.euroblog2007.org

7.100 Journalisten in Österreich

Medienhaus Wien und FH Wien haben sich die Journalisten-Szene in Österreich angeschaut: Sie haben knapp 7.100 Journalisten gezählt, die im Schnitt 40 Jahre alt und zu rund 60% fix angestellt sind. Mehr als ein Drittel hat ein akademische Ausbildung abgeschlossen, mehr als die Hälfte lebt in Wien.

Mehr dazu im Medianet.

E-Mail-Marketing-Trends frisch aus den USA

Welche Themen beschäftigen E-Mail-Marketer in den USA? 800 Experten diskutierten beim E-Mail-Summit von MarketingSherpa in Miami zu folgenden Themen:

- Quality before quantity: Micro-Segmentation der Adressenlisten – nach allen möglichen Kriterien – ist das Stichwort, um punktgenau das Richtige anzubieten.

- Spam-Filter sind ein massives Problem.

- Die Willkommensbotschaft nach der Registrierung für einen E-Mail-Newsletter wird besonders aufmerksam aufgenommen.

- Bei Verkaufsangeboten ist entscheidend, Dringlichkeit zu erzeugen.

- Der Erfolg von Bildern ist fraglich. Die Relevanz des Bildes ist ein wesentliches Kriterium. Und in Summe sollte kein E-Mail mehr als 50k haben.

- Der Name des Absenders kann entscheidender sein als der Betreff.

Mehr Informationen bei MarketingSherpa

Neuromarketing beim PRVA

Eine Veranstaltung des PRVA brachte kompakte Informationen zum Trend-Thema Neuromarketing. Ein erster Einblick, wie unser Gehirn arbeitet und einige Empfehlungen, die uns nicht so ganz neu sind: z. B. Informationen mit positiven Emotionen koppeln, eine vollständige Geschichte erzählen, Belohnung versprechen usw.

Mehr dazu beim PRVA

Literatur-Tipp: Hans-Georg Häusel. Think Limbic

Blog von Horizont.net

Der deutsche Horizont bloggt und beschäftigt sich in den ersten Beiträgen ausführlich mit Web 2.0. Wie schön wäre es doch, wenn sich dadurch Konkurrenz durch Kooperation ersetzen ließe: “Was sich in den Social Communitys und Social Commerce-Projekten bislang mit dem Aal-System (Andere arbeiten lassen) und kostenlosem Zuliefertum in Hype-Höhen katapultierte, dürfte sich jedenfalls binnen kurzem den Prinzipien der klassischen Leistungsökonomie beugen oder es gelingt durch das Web 2.0 eine langsame gesellschaftliche Transformation.”

Mehr beim Blog “Off the record”.