Erstellt am
17. März 2008 unter
Blog.
Tags: buch.
Naked Conversations, das Buch von Robert Scoble and Shel Israel über Blogs ist jetzt auch auf Deutsch erschienen (über das englische Original war auf K2 schon zu lesen), der Titel wurde dabei ziemlich schlecht übersetzt.
Interessant sind im Buch etwa die Beispielgeschichten: vom Vater der Blogs Dave Winer und seinem Blog ScriptingNews, von den Bloggern bei Microsoft und vom Londoner Nobelschneider Thomas Mahon und seinem English Cut.
Naked Conversations macht deutlich, dass Bloggen nicht Werbung und nicht PR ist und trotzdem sehr viel für Unternehmen leistet. Es werden Zielgruppen erreicht, die sich von der konventionellen Unternehmenskommunikation nicht angesprochen fühlen. Und das Buch zeigt auch auf, dass Bloggen nicht immer die richtige Lösung ist. Nämlich dort, wo es um sensible Themen geht oder es nicht zur Unternehmenskultur passt.
Ein Abstract steht zum Download bereit bei: Frau in der Wirtschaft
Robert Scoble and Shel Israel.
Unsere Kommunikation der Zukunft. BLOGS – Der Meilenstein in der Direktvermarktung.
München 2007. 24,9 Euro.
Erstellt am
14. März 2008 unter
Blog.
Noch mehr Futter, um sich erfolgreich vom Arbeiten abhalten zu lassen: Der Guardian präsentiert “The world’s 50 most powerful blogs” (über Mehr als Text).
Mit dabei auch das Blog der chinesischen Schauspielerin Jinglei, laut Technorati das populärste Blog weltweit.
Und der deutsche Sprachraum ist mit Robert Basics Basic Thinking vertreten.
Dieser Tage schreibt jeder über Social Networks. Das liegt sicher an den Starts von meinVZ und dem deutschen Facebook. Sicher aber auch an der zunehmenden Verbreitung.
Die FAZ schreibt heute: In Deutschland liegt die monatliche Nutzung bei SchülerVZ bei 111 Minuten, dann folgen StudiVZ mit 100 Minuten, Lokalisten mit 63 Minuten, Xing mit 40 Minuten und MySpace mit 31 Minuten (über Themenblog). Die Verweildauer in einem Netzwerk nimmt damit in Deutschland ebenso wie in den USA ab – weil das Angebot einfach vielseitiger wird. Je mehr die gesamte Social Media World wächst, desto mehr diversifiziert sich auch, wo man unterwegs ist.
Und in Wirklichkeit fühle ich mich derzeit mit der Fülle an Angeboten eher überfordert, wo kann und soll man wirklich präsent sein? Das wird sich wohl in der nächsten Zeit bald zeigen.
Der 12. März 1938 war in den vergangenen Tagen in den Medien sehr präsent. Es war gut, dass der Anschluss Österrreichs an Hitler-Deutschland 70 Jahre danach so in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt wurde – und das oft sehr gut aufbereitet und in einen größeren Zusammenhang gestellt.
Auch der ORF widmete sich dem Thema ausführlich. Und woran denken die Programm-Macher des ORF, wenn sie ihren Bildungsauftrag ernstnehmen? Natürlich an einen Club 2. Also durften Mittwoch abend der Schriftsteller Michael Köhlmeier und einige Gäste ausführlich diskutierten. Es ist schön, dass im ORF wieder Platz für solch ein Format ist. Mir hat zum Beispiel gut gefallen, dass Köhlmeier der Zeitzeugin viel Zeit gelassen hat, ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Sie war lang – viel zu lang für die stakkato-artigen Statements der derzeit gängigen Gesprächsrunden – aber sie hatte einen schlüssigen Spannungsbogen, der diesen Raum wirklich brauchte.
Zugleich man muss sagen: Sendungen wie der Club 2 verlangen den Zusehern viel Geduld ab. Viele switchen da schnell weiter. Auch ich dachte mir nach einer Weile: Das habe ich wirklich schon oft gehört. Und ich landete auf ZDF bei Kerner. Das passiert mir selten, weil ich seine Moderation nicht wirklich mag. Dieses Mal hatte er allerdings den amerikanischen Lehrer Ron Jones eingeladen, der in den 60er Jahren mit seinen Schülern das Experiment “Die Welle” gemacht hat. Außerdem waren noch eingeladen: zwei seiner Schüler von damals, einige Jugendliche und der Schauspieler Jürgen Vogel, der in der aktuellen Verfilmung die Hauptrolle spielt.
Der Faschismus und wie er funktioniert, wurde da sehr anschaulich dargestellt. Etwa wie Ron Jones live auf der Bühne ein kleines Experiment startete. Da nahm wohl jeder die Botschaft mit: Die Empfänglichkeit für solche Prozesse ist jedem Menschen ein Stück weit in die Wiege gelegt. Und es gehört Wachsamkeit dazu, solche Entwicklungen rechtzeitig wahrzunehmen und Einhalt zu gebieten. Das war wohl die beste Lehre, die man an diesem Abend ziehen konnte.
Robert Basic schrieb dieser Tage über Web 2.0 und die Social Networks und stellt darin fest: Wirklich breite Medien-Präsenz geschafft haben eigentlich nur YouTube und Wikipedia. Das erinnert mich an den Hype um Second Life vor einem Jahr, überall war darüber zu lesen – und dann auf einmal: nichts. Die Blase war geplatzt, die ganze virtuelle Architektur auf Sand gebaut.
Mein Eindruck ist: Über Blogs im allgemeinen und auch über konkrete Beispiele liest man in den klassischen Medien nicht sonderlich viel. Am ehesten noch, dass der Boom schon wieder vorbei sei. Und das widerspricht nun ziemlich meiner eigenen Wahrnehmung in zweierlei Hinsicht.
- Erste Wahrnehmung: Ich habe mir in der letzten Tagen wieder mehr Zeit zum Lesen von Blogs genommen. Und gebe hier zu: Ich versuche, mein Blog regelmäßig mit Input zu versorgen, besuche zwei, drei andere regelmäßig, habe aber nicht immer die Muße für einen ausführlichen Rundblick. Jetzt passte es wieder mal, das absolut objektive
Blog-Ranking bei marketing-blog.biz bot dafür genug Futter. Vielleicht sind diese sporadischen ausgedehnteren Ausflüge sogar ganz gut, denn der Aha-Effekt war ziemlich stark. Die Blogosphäre hat für mich einen Sprung in Richtung Vielseitigkeit und Professionalität getan.
- Zweite Wahrnehmung: Die Besucherzahlen auf meinem Blog sind seit dem letzten Jahr stark gestiegen. Ziemlich genau im Mai 2007 haben sie sich quasi verdoppelt. Gut, davor waren die drei Business-Blog-Karnevals, vielleicht haben die den Blogs, die dabei waren, wirklich Frequenz gebracht. Aber die Besuche bei K2 sind seither auch nicht mehr zurückgegangen.
Das sind beides rein subjektive Einschätzungen, hinzu kommen aber einige Studien, die ich hier auch schon zitiert habe. Sie zeigen ziemlich eindeutig: Blogs haben sich als interaktives Medium etabliert. Und scheinen trotzdem von den “klassischen” Medien nicht für voll genommen zu werden. Ob da auch ein Stück Konkurrenz-Neid mitspielt? Auf jeden Fall verfestigt sich bei mir der Eindruck: Worüber die Medien einen Hype inszenieren und echte Trends sind oft zwei komplett verschiedene Paar Schuhe.
Pressearbeit, Mailings und Newsletter sind die richtigen Kommunikations-Tools für kleinere und mittlere Unternehmen. Die Kosten sind überschaubar, der Nutzen oft sehr hoch — wenn man über das richtige Wie Bescheid weiß.
Genau das vermitteln jetzt zwei Online-Seminare von mir auf der eLearning-Plattform SELFworxx.net. Anhand konkreter Beispiele lernen wir, wie eigene Projekte erfolgreich umgesetzt werden.
Das sind die Inhalte der beiden eLearning-Kurse:
Mailings, Newsletter & Co.
Mailings sind eines der beliebtesten Marketinginstrumente. Denn Sie erzielen immer eine Wirkung, wenn der Empfänger Ihr Mailing liest: von Aufmerksamkeit über Sympathie bis zur aktiven Reaktion. Ziel dieses Kurses ist eine gute Responsequote und die Einhaltung der rechtlichen Vorschriften.
Public Relations – kostenlose Presseberichte
Wünschen Sie sich manchmal, dass Zeitungen über Sie berichten und Sie dafür nichts bezahlen müssen? Dann sollten Sie sich in diesem Blitzkurs darüber informieren, was Sie anstellen müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Lassen Sie sich in die kleinen Geheimnisse der Journalisten einweihen.
Beide Kurse dauern jeweils vier Wochen und werden zu drei Terminen angeboten. Wer sich rasch entscheidet, kann noch beim ersten Block einsteigen: 17.03. – 15.04.2008. Die nächsten Termine sind 26.05. – 24.06.2008 und 18.09. – 17.10.2008.
Mehr dazu auf der Website von www.SELFworxx.net. Dort kann der Wunsch-Kurs auch gleich gebucht werden. Per E-Mail an seminare@SELFworxx.net geht’s noch einfacher.
Das Recht im Internet wächst sich aus: Prof. Dr. Thomas Hoeren von der Universität Münster beschäftigt sich ausführlich damit und stellte soeben ein Skriptum mit fast 600 Seiten dazu ins Netz.
Hier gratis zum Download
Im November 2006 war hier das erste Mal die Rede vom semantischen Web. Was da – zumindest für mich – noch ziemlich nach Zukunftsmusik klang, hat inzwischen konkrete Formen angenommen.
Das österreichische Unternehmen Smart Information Systems und die Wirtschaftskammer entwickeln gemeinsam ebSemantics – eine Plattform zur semantischen Suche im Internet. Beim heutigen eDay der Wirtschaftskammer wurde dazu eine Anwendung präsentiert: Schon bald soll so das bestehende Firmen A – Z der Wirtschaftskammer in einen semantischen Verzeichnisdienst umgewandelt werden. Gerade für KMU eine tolle Sache.
Nächster Schwerpunkt ist der Tourismus und das nicht zufällig. Denn die Fremdenverkehrsgebiete Österreichs zählen bereits jetzt zu den Regionen mit der höchsten Domain-Dichte, war ebenfalls heute am eDay zu hören. Schön, dass der heimische Tourismus das Potenzial vom Web realisiert hat.
Interessant auch die präsentierte Plattform eSolda: ein Webshop auf der Basis von semantischen Technologien. Ein Smart Assistant übernimmt hier die Produktberatung, die künftig jener im Fachhandel um nichts nachstehen soll. Anhand einiger technischer Produkte bereits zu testen.
Dabei wird nicht wie in herkömmlichen Suchmaschinen nach Keywords gesucht, mit langen Link-Lists als Ergebnis. Bei dieser semantischen Suche werden die Wünsche der Benutzer in einem interaktiven Beratungsdialog erhoben und schrittweise der Produkt-Kreis eingegrenzt – bis zur richtigen Entscheidung.
Kann es sein, dass wir uns bald von der Suche mit Schlagwörtern verabschieden? Weil das Web anhand intelligenter Technologien demnächst mit einem ganz anderen Vorgehen versteht, was wir meinen? Vielleicht wird die Suche einfacher, der Aufwand davor wahrscheinlich nicht wirklich. Nach jeder Menge Arbeit klingt auf jeden Fall die Erstellung der Ontologien bzw. Schemen und Kriterien, die miteinander verknüpft werden müssen, damit das semantische Web erst funktionieren kann.
Knapp jeder zweite Deutsche hat einen Breitband-Zugang und kann damit Web 2.0 erst so richtig nutzen. Und tut das auch zunehmend, wie eine Befragung von TNS Infratest vom November 2007 zeigt: Nur noch 22 Prozent dieser Gruppe lassen das Mitmach-Netz links liegen. 60 Prozent nutzen Blogs, Video-Plattformen & Co bereits passiv, 29 Prozent laden selbst Inhalte ins Internet hoch oder gestalten und verändern sie. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar noch mehr: Jeder Dritte dieser Altersgruppe betätigt sich als “Prosument”.
Die Angebote für diese Gruppe nehmen weiter zu: Facebook startet heute eine deutschsprachige Plattform und studiVZ eröffnet ein neues Portal für alle, die die Studentenzeiten schon hinter sich haben: Unter meinVZ soll weiter lustig gegruschelt werden.
Mehr zum Markt der Social Networks in Deutschland bei Basic Thinking.