So, jetzt bin ich endlich einmal dazugekommen, mir den neuen Browser von Google anzusehen. Ja, Chrome hat sich wirklich einiges sehr gut von Firefox abgeschaut. Wirkliche Gründe zum Wechseln finde ich für mich aber keine. Besonders dann, wenn ich an die bereits bestehende Übermacht von Google denke (mehr dazu bei K2).
Sehr kreativ und erfolgreich war jedenfalls das Marketing rund um den Launch. Blogger bekamen per Post (!) ein Comic, das den neuen Browser erklärte. Philipp Lensen von Google Blogoscoped.com erhielt das Heft versehentlicherweise ein bisschen früher, mit seinem Blog-Beitrag raste die Nachricht dann rasch um den Globus.
Näher hinsehen sollte man bei dem Comic-Heft als Europäer besser nicht: Die Grenzen der europäischen Länder sind in einer Zeichnung ziemlich durcheinander geraten, schreibt das GoogleWatchBlog. Wie hieß es schon einmal: Der Rest ist Österreich…
Erstellt am
26. September 2008 unter
Allgemein.
Mit dem Datenschutz beschäftigen sich in Österreich wohl nur wenige Menschen so intensiv wie Hans G. Zeger. Der Obmann der ARGE Daten fasste letztens das Wichtigste zum Thema recht kompakt in einem Vortrag für die Junge Wirtschaft zusammen. Knapp drei Stunden wurden es dennoch, aber das lag primär an den vielen Fragen aus dem Publikum.
Wir haben wohl alle gestaunt, wie gut unser aller personenbezogene Daten geschützt wären, denn grundsätzlich gilt der “umfassende Geheimhaltungsanspruch”. Und für die meisten Datenanwendungen wäre eine Zustimmung notwendig, die konkret anführt: Welche Daten werden warum an wen weitergegeben. Und da reichen keine allgemeine Formulierungen zu “seriösen Partnern” oder Ähnliches. In der Praxis sieht so manches ziemlich anders aus, ganz ähnlich wie beim Thema Spam, das natürlich auch zur Sprache kam.
Ebenso interessant: Das Dilemma zum Thema DVR-Nummer wurde einfach dadurch entschärft, indem eine Reihe von Standardanwendungen definiert wurden. Unternehmen mit den gängigen Anwendungen für Buchhaltung und Eigenwerbung brauchen daher keine derartige Registrierung mehr.
Conclusio: So ein Abend schärft ganz sicher die Sensibilität für den Umgang mit den eigenen und mit den anvertrauten Daten.
> Mehr dazu
ARGE Daten
Empfehlungen der ARGE Daten für Datenschutzerklärungen
Präsentation der Veranstaltung
Erstellt am
24. September 2008 unter
Web.
Tags: wahl.
Schon genug vom Wahlkampf? Dann am besten selbst mitmischen: beim Spiel “Du bist Kanzler“. Rasch eine Persönlichkeit designen, dazu ein markiges Wahlversprechen, fertig ist der eigene Kanzler-Kandidat. Mehr als 70.000 Wahlstimmen wurden für die über 4.000 Kanzleranwärter bereits abgegeben.
Das Spiel ist eine Aktion des Kurier, realisiert wurde es von der Interactive-Agentur ovos.

In einer Woche ist (fast) alles zur österreichischen Nationalratswahl entschieden. Wer sich noch rasch informieren möchte, findet hier gute Quellen:
Neuwal Wahlumfragen, Wahlprogramme, Interviews
Politikblogs Links zu allen politischen Blogs in Österreich
Wissenbelastet Alle aktuellen Nachrichtenmeldungen
Wahltotal Bürger stellen per Video Fragen, Politiker antworten
Dieses Mal gibt es hierzulande den ersten richtigen Wahlkampf 2.0. Politiker quer durch das Farbenspiel versuchen sich als Social-Media-Aktivisten mit Blogs, Twitter, Facebook & Co. Nur ich denke: Man glaubt die Ehrenhaftigkeit nicht wirklich, wennn mancher just jetzt aktiv wird (ebenso schnell wird die ganze Begeisterung wohl am Wahlabend wieder verebben).
Für Ghostwriter ergeben sich damit auf jeden Fall völlig neue Aufgaben. Denn das kann mir keiner erzählen, dass wahlkämpfende Politiker Zeit haben, selbst zu twittern, Blog-Einträgge zu verfassen usw.

Storytelling und narrativer Journalismus kommen in der deutschen Medienszene als Print-Titel an. Schon vor einiger Zeit startete das Magazin Human Globaler Zufall, jetzt erschien die erste Ausgabe von einestages aus dem Spiegel-Verlag. einestages gibt es schon seit Längerem als Zeitgeschichte-Plattform im Internet, dass daraus jetzt ein Print-Magazin wird, ist schon ungewöhnlich und auch erfreulich. Ja, es ist schön, dass der Trend (noch) nicht völlig in Richtung Online geht.
Die erste Ausgabe von einestages macht auch inhaltlich Freude. Um die 80er Jahre geht es im ganzen Heft. Bilder und Texte erinnern an lange vergangene Teenager-Zeiten. Ja, hie und da ist es schön, nostalgisch zu sein.
> Mehr dazu
Narrativer Journalismus und Storytelling bei K2
Erstellt am
11. September 2008 unter
Medien and Web.
Tags: tv.
Print-Medien und Fernsehen – das sind zwei traditionelle Kontrahenten. Nun verlagern sich die Stellungskriege immer mehr ins Internet. In Österreich ebenso wie in Deutschland ärgern sich die Verlage über die ambitionierten Online-Pläne der öffentlichen Rundfunkanstalten.
Der Verband österreichischer Zeitungen spielt da gerne die EU-Karte: In einem Brief nach Brüssel beschweren sich die Verleger gerade wieder mal über die fehlerhafte Definition des Programmauftrags und die Quersubventionierungen des ORF. Mehr dazu beim Observer.
Das ZDF in Deutschland holte sich jetzt Schützenhilfe der besonderen Art und ließ BBC-Chef Mark Thompson von der wichtigen Online-Expansion seines Senders erzählen. Gemeinsam mit der stimmungsmachenden Anmoderation war das definitiv kein neutraler Beitrag des Heute-Journals. Dementsprechend aufgebracht reagierte die Süddeutsche Zeitung – und brachte dabei natürlich gleich wieder die eigenen Argumente ins Treffen.
Wer in Österreich munter Kunden mit Werbung erfreuen möchte, tappt schell in so manche Rechtsfalle. Ich selbst hatte vor einigen Jahren ein Aha-Erlebnis, dass das meiste Telefonmarketing illegal ist.
Rund um die Neuen Medien ist die Rechtssituation erst recht unübersichtlich – und ändert sich auch permanent: Mit einem E-Mail-Newsletter darf man kaum jemand ungebeten erfreuen, auf der eigenen Website sollte man an das richtige Impressum denken und nur Bilder verwenden, bei denen das rechtlich gedeckt ist.
Wer auf der rechtlich sicheren Seite sein möchte, findet beim Fachverband Werbung tatsächlich nützliche Infos dazu (ja, ich war selbst etwas überrascht, als ich die Site entdeckte).