Monthly Archive for November, 2008

Die besten E-Mail-Tipps V: Leseleicht schreiben

Wer es dem Empfänger leicht macht eine Nachricht zu lesen, hat viel gewonnen. Viele E-Mails sind aber so geschrieben, dass das Lesen richtig mühsam ist. Ziel ist daher: Das Wenige richtig und einfach sagen. Und dazu gibt es einige praktische Regeln:

  • Starke Verben und konkrete Bilder machen Texte spannend. Gehäufte Hauptwörter, Fremdwörter und abstrakte Formulierungen sind dagegen sperrig und langweilig.
  • Viele Füllwörter und Adjektive lassen sich streichen (auch, insbesondere, vielleicht, aber …)
  • Sätze in E-Mails sollten kurz sein – ideal sind maximal zehn Wörter.
  • Hauptsätze sind einfacher zu erfassen. Nebensätze daher sparsam einsetzen und nicht für die Hauptaussage.
  • Die direkte Ansprache des Empfängers weckt sein Interesse.
  • Argumente sollten in klaren, nachvollziehbaren Gedankengängen formuliert werden.
  • Wichtig ist auch, die gewünschte Reaktion eindeutig klar zu machen.

> Das nächste Mal: die besten Tipps für E-Mailings

Die besten E-Mail-Tipps IV: Türöffner

Die ersten Sekunden prägen die Einstellung zu einem Menschen. Ähnlich ist es bei E-Mails: Nur fällt hier die Entscheidung noch viel rascher, ob eine Nachricht interessant ist.

Empfänger selektieren oft direkt in der Inbox: Sie machen zunächst einen Blick auf den Absender: Ist das Unternehmen oder die Person bekannt?

Dann wird der Betreff gelesen: Klingt das informativ und interessant? Bringt das einen Nutzen? Wird die Neugierde geweckt?

Ist dieser erste Scan überstanden, entscheidet der Gesamteindruck: Wirkt das E-Mail seriös, ist es übersichtlich? So manche Nachricht ist eine lange, unübersichtliche Bleiwüste. Da entsteht beim Empfänger schnell das Gefühl, sich damit nicht plagen zu wollen. Richtig sind daher gut gegliederte E-Mails, die idealerweise in einem Screen zu lesen sind. Interessantes Detail: E-Mails an B2C-Emfänger dürfen länger sein als jene an B2B-Adressaten.

Nun beginnt der Empfänger zu lesen. Der erste Absatz muss klar machen, worum es geht und warum das für ihn wichtig ist – ansonsten steigt er schnell wieder aus.

Genau diese eben angeführten Punkte sind damit die wichtigsten Türöffner für ein E-Mail:

  • Absender: am besten eine bekannte Person
  • Betreff: interessant & aussagekräftig formuliert
  • Gesamteindruck der Nachricht: übersichtlich & seriös
  • Erster Absatz: interessanter Einstieg ins Thema

> Das nächste Mal: die besten Tipps für das Schreiben von E-Mails.

Guerilla-Blog für gute Texte

“Schluss mit schlechten Texten!”, sagt die Truppe von der Textguerilla und fordert in ihrem Blog:

“Keine Texte mehr, die vom Nachbarn geschrieben wurden, weil er mal eine Eins in Deutsch hatte.
Keine Bedienungsanleitungen mehr, die niemand versteht.
Keine Investitionen mehr in Werbeaktionen ohne Response.
Kein ‘Bitte mal eben schnell drüberschauen’, sondern ein ordentliches Textlektorat.
Und auf Textklau reagieren wir ganz besonders allergisch.”

> Mehr dazu:

Blog der Textguerilla!

Österreich sucht das Wort des Jahres

In Österreich wird schon wieder gewählt: Dieses Mal allerdings das Wort und das Unwort des Jahres. Initiator ist die Forschungsstelle Österreichisches Deutsch. Am 11.12.2008 gibt die APA die Ergebnisse bekannt.

Auf der Liste für das Wort des Jahres finden sich bereits Europhorie, Krocha und Lebensmensch. Als Unwort des Jahres kandidieren zum Beispiel Bankster, situationselastisch und Vorratsdatenspeicherung.

Auch 3SAT ist gerade auf der Suche nach Wörtern, aber mit ganz anderem Ziel: Gesucht werden Wörter, für die es im Deutschen bisher keinen Begriff gibt. 40 Beispiele sind da aufgelistet und die oft schwierigen Umschreibungen machen klar, hier gibt es Handlungsbedarf! Zum Beispiel:

  • frühmorgens schon gut aufgelegt zu sein
  • nicht riechen zu können
  • das weiche Innere einer Semmel
  • die ersten zehn Jahre unseres Jahrhunderts

Bis 31. Dezember 2008 kann man Vorschläge einreichen.

> Mehr dazu:

Das Wort oder das Unwort des Jahres

3SAT: Uns fehlen die W rte (Magazin Scobel)

OÖ Rundschau: Quo vadis als Teil der Moser Holding?

Der Trend zu den Gratismedien hat schon so Manches hervorgebracht, das nicht zu den positiven Errungenschaften unserer Medienlandschaft zählt. In meiner Serie “Gut oder gratis” war im Frühjahr 2008 Einiges dazu zu lesen.

Was sich aktuell rund um die OÖ Rundschau abspielt, stellt aber Vieles in den Schatten. Bisher im Eigentum von Raiffeisen-Landesbank und VP Oberösterreich möchte nun die die Moser Holding die Regionalzeitung übernehmen. Sie gibt die Tiroler Tageszeitung sowie die Bezirksblätter heraus und war letztens in den Medien präsent im Zuge des gemeinsamen Gratis-Wochenzeitungsringes mit der Styria Medien AG (Woche).

Nun soll dieser Ring um die Oberösterreichische Rundschau erweitert werden – und gleich wird ein großer Kehraus angekündigt.  Die bisherige Kaufzeitung soll es ab Jänner 2009 nur noch als Gratiszeitung im Kleinformat geben. Die schon bisher kostenlose Sonntags-Rundschau schrumpft ebenfalls im Format. Zugleich werden 100 Mitarbeiter gekündigt – die verbleibenden 150 erhalten massiv schlechtere Vertragsangebote: So sollen Journalisten jetzt einen Gewerbe-Kollektivvertrag akzeptieren.

Ich selbst habe bei der Linzer Rundschau meine ersten journalistischen Erfahrungen gesammelt, das macht mich sicher nicht unparteiisch. Aber ich denke, sie hat ihre berechtige Funktion als bewusst regionales Medium – und um diese Aufgabe gut erfüllen zu können, braucht es faire Arbeitsbedingungen – nur so kann es gute Qualität geben.

> Mehr dazu:

Beitrag: Oberösterreichische Nachrichten 13.11.2008

Kommentar: Dr. Christine Haiden, Chefredakteurin “Welt der Frau”, Oberösterreichische Nachrichten 13.11.2008

Bestseller Oktober 2008 zum Gratiszeitungsring von Styria und Moser-Holding

Serie “Gut oder Gratis” auf K2 – Frühjahr 2008

OBAMA

Die Leistung von Barack Obama ist erstaunlich – trotz des größten Wahlkampf-Budgets in der US-Geschichte. Enorm auch die internationale Medienpräsenz nach seinem Sieg vor einer guten Woche: Hier sind eine ganze Reihe von Zeitungs-Covern zu finden – und auch eine erste To Do-List!

Die besten E-Mail-Tipps III: Sprache

E-Mails werden oft so geschrieben, als würde man mit dem Empfänger ein Telefongespräch führen. Viele Informationen kommen bei einem E-Mail aber gar nicht so an – z. B. ob etwas im Spaß oder im Ernst gemeint war. Oft wird etwas auch anders verstanden, weil es zu kurz beschrieben wird. Im persönlichen Gespräch haben wir die Möglichkeit, Missverständnisse gleich klarzustellen – beim E-Mail nicht. Diesen Unterschied gilt es im Hinterkopf zu behalten, um einen besseren Sprachstil zu erreichen!

Viele Probleme ließen sich vermeiden, wenn E-Mails mit mehr Sorgfalt geschrieben würden. Meist werden sie jedoch innerhalb weniger Minuten aufgesetzt und abgeschickt. Gerade bei wichtigen Nachrichten macht es Sinn, sich mehr Zeit zu nehmen. Ein einfacher Trick ist, eine Nachricht zunächst als Entwurf zu speichern und nach einer Pause nochmals zu überprüfen. Fast immer wird man Punkte entdecken, die doch besser formuliert werden können. Und auch Rechtschreibfehler lassen sich so gut aufspüren.

Ebenso ist die Tonart von E-Mails oft nicht angemessen. Gerade zu Beginn einer „E-Mail-Beziehung“ sollte man auf einen korrekten Umgangston achten. Dazu zählt auch die persönliche Anrede: Nichts liest der Empfänger so gerne wie seinen Namen, wenn er richtig geschrieben ist. Eine höfliche Grußformel am Ende ist die passende Verabschiedung. Sie lässt sich einfach in die Signatur integrieren – das macht auch abgekürzte Formeln à la „mfg” unnötig.

Abkürzungen sind ohnehin ein besonderes Thema. Sie sind in E-Mails ungemein beliebt, stören zugleich aber den Lesefluss und sehr oft werden sie vom Empfänger überhaupt nicht verstanden. Daher gilt: Nur absolute gängige Abkürzungen verwenden!

> Das nächste Mal: die besten Türöffner für E-Mails.

Jetzt schon an Weihnachten denken

Bereits an die Firmen-Weihnachtspost gedacht? Gut, dann ist jetzt noch Zeit, dem Christkind etwas zu helfen. “Weihnachten im Schuhkarton” heißt eine Aktion, die Kindern in Waisenhäusern und Elendsvierteln Osteuropas bunt gefüllte Pakete schenkt.

Solche Momente der Freude mögen nicht nachhaltig sein – und doch entwickelte sich die Idee mittlerweile zur weltweit größten Geschenk-Aktion für Kinder in Not. Wahrscheinlich weil sie so gut trifft, was Schenken eigentlich ausmacht: Hier geht’s nicht nur darum einfach zu spenden, sondern sich persönlich Gedanken zu machen und mit viel Freude selbst einen Karton mit Geschenken zu füllen. Mich hat das sehr berührt – und ich freue mich, dass meine beiden Pakete für ein Mädchen und einen Jungen jetzt schon unterwegs sind.

Bis 15. November 2008 kann man gefüllte Schuhkartons noch bei vielen Annahmestellen in Österreich abgeben. Zu Weihnachten werden die Pakete aus Österreich dann in Armenien verteilt.

Mehr zur Aktion und zu den Annahmeplätzen ist zu finden unter:

Geschenke der Hoffnung

YouTube & Online-Videos: Die Auswirkungen auf Journalismus und PR

Professor Ansgar Zerfaß von der Universität Leipzig untersuchte in einer ersten grundlegenden Studie, wie Online-Bewegtbilder von Journalisten und PR-Fachleuten genutzt werden. Wichtigstes Ergebnis: Beide Kommunikatoren sind Vorreiter bei der Video-Nutzung im Internet, wobei bereits 60 Prozent der Journalisten mit Bewegtbildern arbeiten, aber nur 40 Prozent der PR-Profis.

Interessante Unterschiede gibt es bei der Themen-Präferenz: Journalisten nutzen Webvideos primär für “weiche” Themen wie Sport und Zeitgeschehen, PR-Fachleute vor allem für den Komplex “Technik/Wirtschaft/Innovation”.

Die Vorteile von Webvideos sehen beide Gruppen ähnlich: Journalisten und PR-Fachleute sind gleichermaßen überzeugt, dass sich mit Videos die Realität/Wirklichkeit besser abbilden lässt. Demgegenüber sind beide der Meinung, dass sich bei Texten Inhalte besser bearbeiten lassen.

Redaktionen suchen Bewegbild-Content zunächst auf der Presse-Website eines Unternehmens. Daneben auch auf Recherche-Plattformen für die Presse und auf Videoportalen wie YouTube. Jeder dritte Journalist tut dies bereits täglich.

PR-Profis sehen die größten Potenziale für Bewegtbild in den Bereichen Corporate Publishing (Imagefilme), für die Medienarbeit und in der Web2.0-Kommunikation (YouTube-Clips).

> Mehr dazu:

Bewegtbildstudie Universität Leipzig

Medianet: Web-Videos: Schnelligkeit zu Lasten der Qualität?

Comscore: Meistbesuchte Online-Videoportale in Deutschland

Nachtrag:

Upload zum Wettlauf zwischen YouTube, Yahoo, Facebook & Co.

Obamas Wahlmobilisierung: Video “Single Vote”

Barack Obama hat in diesem Wahlkampf eine enorme Mobilisierung geschafft – mit einer intelligenten Kampagne, die potenzielle Wähler sowohl persönlich als auch über Massenmedien erreicht. Deklariertes Ziel ist, jeden Wähler zumindest einmal persönlich anzusprechen, dafür wurde die präziseste Wählerdatenbank der US-Geschichte erstellt. Was damit in der Praxis passiert, ist im aktuellen Falter zu lesen.

Spannend sind auch die Online-Aktionen seiner Wahlbewegung. Zwei Felder ausfüllen reicht und schon erhält man ein individuelles Video, in dem man der “bad guy” ist, der zu wählen vergaß – und darum Schuld am Sieg von McCain ist. Erinnert an den äußerst knappen Wahlausgang vor acht Jahren und ist recht eindrucksvoll.

> Mehr dazu:
Obama’s Loss Traced To Alexandra Kropf

Im aktuellen Datum: Kurt Tucholsky zur Weltwirtschaftskrise 1931

Economist 30.10.2008: Leitartikel zur Wahl in den USA