Monthly Archive for Juli, 2009

Was sich Journalisten immer noch wünschen

Eine aktuelle Studie belegt es erneut: Journalisten wünschen sich primär einen informativen Pressebereich auf Unternehmenswebsites und aussagekräftige Presseaussendungen inkl. Bildangeboten via E-Mail. Das ergibt erneut eine Befragung österreichischer Journalisten durch die PR-Agentur Babnik Communications & Partner und die Internet-Marketing-Agentur str-act!.

Bei Presseaussendungen sollte man gerade auf die Betreffzeile achten. Das Wort Presseinformation und Datumsangabe sollte man besser weglassen, dafür den Unternehmensnamen anführen und das Thema treffend beschreiben.

Weitgehend uninteressant beurteilen Journalisten noch diverse Plattformen wie Youtube, Blogs und Social Communitys.

> Mehr dazu:

Observer-Letter

Ähnliche Studie von Marketagent – Herbst 2008

Summertime II: Grafik für Nicht-Grafiker

Summertime
“Richtiges” grafisches Design ist Aufgabe von Profis. Aber jeder, der am Computer arbeitet, hat ein Stück weit mit Gestaltung zu tun. Mit den vielen Dokumenten und Konzepten, die wir Tag für Tag erstellen. Genau dazu gibt es ein lesenswertes Buch: Das Non-Designers Design-Book der Amerikanerin Robin Williams. Auf Deutsch erschien es 2008 unter dem Titel “Design & Typogfrafie für Dich. Die überraschend einfachen Gesetze guten Designs.” Mit vielen Beispielen macht die Autorin die vier entscheidenden Prinzipien guter Layouts klar:

1. Kontrast
Dokumente leben von deutlichen Unterschieden. Verschiedene Schriften oder Linienstärken, die sich ähneln, schaffen einen Konflikt. Schriften, Farben, Größen, Leerräume usw auf einer Seite sollten sich daher nicht gleichen. Durch kontrastierende Elemente wird Information gegliedert und Aufmerksamkeit erzeugt.

2. Wiederholung
Elemente sollen sich innerhalb eines Werkes immer wieder wiederholen: eine kräftige Linie, eine besondere Schrift. Viele Wiederholungen schaffen einen visuellen Schlüssel und Konsistenz. Das Layout wird vereinheitlicht und optisch interessant.

3. Ausrichtung
Jedes Element auf einer Seite will bewusst platziert und an einem anderen Objekt ausgerichtet werden. Entscheidend ist, eine starke Linie zu finden. Daher ist es meist nicht sinnvoll, auf einer Seite Text zugleich rechts auszurichten und zu zentrieren (Zentrierungen sind generell nur für sehr formelle Präsentationen sinnvoll.) Durch starke Ausrichtungen entsteht Einheitlichkeit: Alle Elemente auf einer Seite erscheinen zusammgehörig und aufeinander bezogen.

4. Nähe
Einander zugehörige Elemente wollen zu einer visuellen Einheit gruppiert angeordnet werden. So entsteht keine Verwirrung, ob eine Überschrift oder eine Grafik zu einem bestimmten Element gehört. Nähe schafft Klarheit und einen logischen Pfad, dem die Augen auf dem Weg durch das Dokument folgen. Als Daumenregel gilt: Drei bis fünf Elemente auf einer Seite sind genug. So entsteht automatisch Ordnung auf einer Seite.

> Mehr dazu:
Robin Williams
Design & Typogfrafie für Dich. Die überraschend einfachen Gesetze guten Designs.
Addison Wesley 2008.

> Das nächste Mal:
Summertime III: Überraschend anders präsentieren

Alle Beiträge der Serie Summertime

Brauchen wir einen Marshallplan für die Printmedien?

Die Krise der Printmedien interessiert mich schon länger, in einer eigenen Serie war darüber auf K2 schon einmal ausführlich zu lesen (“Gut oder gratis“). Letztens erschien in der Wochenzeitung “Die Zeit” ein Beitrag, in dem Stephan Weichert und Leif Kramp von der Hochschule Hamburg gleich einen “Marshallplan” zur Rettung der Zeitungsbranche forderten.

Das erinnert mich an einen ähnlichen Beitrag in der New York Times vom 28. Jänner 2009. Auch dort fand ein Printmedium prominente Autoren, um für finanzielle Unterstützungen zu werben. Was mich daran stört, ist doch das starke Eigeninteresse, für das hier das eigene Blatt instrumentalisiert wird. Und die verkürzte Argumentation: Die Krise der Printmedien wird gleichgesetzt mit einem Sterben des Qualitätsjournalismus. Das ist wohl doch zu einfach gedacht. Bei allem berechtigen Problembewusstsein: Qualitativ hochwertige Information ist auch im Internet möglich – und befruchtender Diskurs erst recht.

Der Beitrag zum Marshallplan ist natürlich trotzdem in der Online-Präsenz der Zeit zu finden – deren sich die Wochenzeitung ja ansonsten sehr rühmt.

Summertime I: Twitter for Beginners

Summertime bei K2Twitter ist zur Zeit definitiv das beliebteste Web 2.0-Thema. Alles nur ein Hype? Mir macht die Twitterei auch nach einigen Monaten nach Spaß. Das Prinzip der Serendipity funktioniert hier wirklich. Ganz zufällig finde ich bei Twitter immer wieder wirklich Neues und Spannendes. Die Schwarmintelligenz filtert aus den Weiten des Webs wirklich das, was interessant ist. Und das weit rascher als herkömmliche Printmedien, klassische Suchmaschinen und auch Blogs. In den USA entdecken gerade viele Kleinstunternehmen die Möglichkeiten von Twitter – viele von ihnen haben nicht einmal eine Website (mehr dazu bei bigtrends).

Andererseits gilt aber auch: Twitter aktiv zu nutzen kostet Einiges an Zeit (die ich leider nicht immer so habe, wie es fein wäre). Armin Wolf twittert laut eigenen Angaben täglich eine dreiviertel Stunde – und hat es damit zum Top-Twitterer Österreichs geschafft: mit schon mehr als 6.000 Followern, bis 2014 könnten es schon 1 Million sein, ließ er beim Tool Twittas berechnen.

Zunächst der Einstieg: Unter http://twitter.com/ lässt sich einfach ein Account anlegen. Dann geht man auf die Suche nach Twitterern, die man gerne verfolgen möchte. Dazu sieht man sich bei anderen Twitterern um. Unter den Stichwörtern  “Following” und “Followers” kann man auf die Suche gehen und sich mit einem Klick auf das “Follow-Symbol” leicht selbst eintragen. Wenn man dafür gerne etwas mehr Zeit investiert, sind zum Beispiel Armin Wolf und Robert Scoble in Kalifornien gute Quellen, eine kompaktere Liste zum Starten ist bei meinem Account zu finden.

Dann ist ein bisschen umsehen angesagt, bevor man mit den eigenen Nachrichten beginnt. Mit maximal 140 Zeichen zu Nützlichem und Alltäglichem, gerade auch zum Verbreiten von interessanten Links ist Twitter sehr praktisch. Bei allem Spaß aber nicht vergessen, dass die eigenen Kurznachrichten von jedem im Web gelesen werden können.

Rund um Twitter haben sich jede Menge nützliche und witzige Anwendungen entwickelt – vom TweetDeck bis wefollow. Dazu sollte man sich auch etwas umschauen, wenn man starten möchte. Einen guten Überblick dazu gibt Meedia.

Sehr beliebt unter Twitter-Usern ist derzeit TweetDeck. Eigene Spalten für Twitter-Kontakte, selbst angelegte Gruppen oder die Ergebnisse von Suchanfragenin bringen Ordnung in die chaotische Twitter-Welt, in dem sie Spalten einführt. Und es lassen sich Inhalte filtern – durch die Eingabe von “http” lassen sich  beispielsweise sämtliche Tweets nach Internetadressen durchsuchen.

Mit TwitterFeed kann man RSS-Feeds automatisch in einen Twitter-Account einbinden können. So bekommen Follower automatisch Updates zu neuen Blogeinträgen oder Artikeln.

TweetBeep checkt stündlich, ob ein bestimmter Suchbegrifft (zum Beispiel Unternehmensname) in Tweets vorkommt und schickt Benachrichtigungen ganz ähnlich den Google Alerts.

wefollow ist ein Art globales Directory für Twitter-User. Und wer Firefox als Internet-Browser verwendet, sollte sich Twitterfox ansehen.

Zum Schluss noch ein Tipp zum Weitersuchen:: Bei Mr. Wong habe ich einige Bookmarks zum Thema Twitter zusammengestellt.

> Das nächste Mal:
Summertime II: Grafik für Nicht-Grafiker

Alle Beiträge der Serie Summertime

Summertime bei K2

Fotolia_3962958_XS_quadratischMitten im Sommer ist die beste Zeit für neue Impulse. Das Daily Business ist ruhiger, das schafft freien Kopf für anderes. Daher gibt es bei K2 eine Sommer-Serie mit Anregungen für die tägliche Arbeit und das Finden neuer Wege.

Demnächst hier also kurze Anstöße zu:

Effizienter E-Mailen
Was Nicht-Grafiker über Grafik wissen sollten
Twitter for Beginners

Und einiges mehr.

Mit Profitext gewinnen

Auf der Website der Protext-Bewegung gibt es jetzt eine besondere Sommerlektüre zu gewinnen: “Das Schreibbuch – Das Handbuch für alle, die professionell schreiben”.
Bei K2 war hier schon über das Buch zu lesen. In kleinen Dosen portioniert finden sich darin viele brauchbare Tipps.

Also, ran an die Wörter:
Protext Raetsel

> Mehr zum Gewinnspiel:
Mit Profitext gewinnen

Fünf Jahre am K2

Schon wieder ein Geburtstag: Im Frühjahr feierte meine Agentur ihren fünften Geburtstag, nun ist mein Blog dran. Ebenfalls fünf Jahre ist es nun schon online. Zunächst aus spontanem Interesse heraus entstanden, hat es sich bald als nützliches Instrument bewährt, um bei den aktuellen Entwicklungen im Netz am Ball zu bleiben.

1414244639_21c18caee1_ma-sjorfordFünf Jahre und 320 Einträge später sieht die Kommunikationswelt schon wieder ganz anders aus. Zurückklicken zu den ersten Beiträgen ist zum Vergleich ganz interessant. Die neuen Tools von damals sind jetzt schon gang und gäbe und haben viel an User-Freundlichkeit gewonnen (bestes Beispiel sind RSS-Feeds). Mit Twitter & Co. beschäftigen uns jetzt schon wieder ganz andere Themen. Die Vielfalt an tollen Angeboten ist eine Herausforderung: Wie behält man noch den Überblick, wofür soll man sich entscheiden, wie geht man damit zeitökonomisch um?