Archive for the 'PR' Category

Aus Hochegger|Com wird Q-Com

Wenn eine PR-Agentur primär mit Krisen-PR in eigener Sache beschäftigt ist, dann ist das sicher nicht alltäglich. Das ist die Buwog-Affäre rund um Karl-Heinz Grasser aber ohnehin nicht. In den Sog der Ereignisse gezogen, hat sich die Agentur Hochegger|Com jetzt  zeitgeistig ein Q vorangestellt und vom Namen des Agenturgründers verabschiedet. Das Unternehmen heißt nun Q-COM und ist online unter http://qcom.at (ohne Bindestrich) zu finden.

Die Agentur hat sich damit zumindest begrifflich der Affäre entledigt.  Ein kurzer Blick bei Twitter (siehe Screenshot unten) und Google zeigt, wie sinnvoll das aktuell ist.

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boerse-express.com 28.10.09

Ed Wohlfahrt

Twitter-Suche-Hochegger_2

Stimmungsbarometer unter Medienfrauen

Anlässlich des 11. Österreichischen Journalistinnenkongress in Wien wurden Medienfrauen zu den Auswirkungen der Krise befragt. 74 Prozent der Befragten gaben an, die Krise zu spüren. Mehr als die Hälfte der Angestellten berichteten von Personaleinsparungen und Kündigungen. Demgegenüber ist bei 46 Prozent der Selbständigen die Auftragslage gesichert. Nur 33 Prozent haben weniger Aufträge oder Kunden verloren.

Mehr über die Studie und den Journalistinnenkongress in Kürze unter www.medienfrauen.net.

Das Internet-Manifest

Vor lauter Projekten bleibt einfach keine Zeit zum Bloggen. Aber die aktuelle Aufmerksamkeit für das Internet-Manifest – “Wie Journalismus heute funktioniert” verdient zumindest eine kurze Erwähnung. Also, zuerst mal hier lesen, wer’s noch nicht getan hat.

Und hier zwei Statements dazu:

PR-Blogger

Die dreistufige PR-Rakete (BusinessVillage)

Journalismus in Zeiten der Krise

Rund 2.100 Journalisten aus Deutschland wurden für den aktuellen Medien-Trendmonitor zu ihrer beruflichen Situation und ihren Erwartungen befragt. Eindeutiges Ergebnis: Aufgrund der Wirtschaftskrise wird in den Redaktionen eingespart: Für Recherchen bleibt immer weniger Zeit, immer öfter wird daher auf  Presseaussendungen zurückgegriffen.

Das sehe ich auch als Auftrag an die PR-Branche: noch genauer darauf achten, was von den Journalisten wirklich gewünscht wird und Texte bereitstellen, die gerne übernommen werden.

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Blätterkatalog zum Medien-Trendmonitor (news aktuell)

Was sich Journalisten immer noch wünschen

Eine aktuelle Studie belegt es erneut: Journalisten wünschen sich primär einen informativen Pressebereich auf Unternehmenswebsites und aussagekräftige Presseaussendungen inkl. Bildangeboten via E-Mail. Das ergibt erneut eine Befragung österreichischer Journalisten durch die PR-Agentur Babnik Communications & Partner und die Internet-Marketing-Agentur str-act!.

Bei Presseaussendungen sollte man gerade auf die Betreffzeile achten. Das Wort Presseinformation und Datumsangabe sollte man besser weglassen, dafür den Unternehmensnamen anführen und das Thema treffend beschreiben.

Weitgehend uninteressant beurteilen Journalisten noch diverse Plattformen wie Youtube, Blogs und Social Communitys.

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Observer-Letter

Ähnliche Studie von Marketagent – Herbst 2008

PR in Zeiten der Krise – Studie des PRVA

Der Public Relations Verband Austria (PRVA) befragte online PR-Profis  aus Unternehmen und Agenturen zu Krise & Kommunikation. Mehr als 90 Prozent der Teilnehmer gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Krise in Österreich erst kommt. Und mehr als die Hälfte  glaubt, dass die Krise noch bis zu drei Jahre dauern wird. Bei den Ergebnis-Details fällt auf: Die Auftragnehmer (PR-Agenturen) sind bei beiden Fragen etwas optimistischer als die Auftraggeber (Unternehmen).

Rund die Hälfte der Befragten fühlt sich von der Krise nur “etwas betroffen”. Und ebenso nehmen die Hälfte der Auftraggeber wie Auftragnehmer an, dass PR in der aktuellen Krise an Bedeutung gewinnen wird. Als wichtigste Gründe werden genannt: Verbesserung der Kommunikation und “Krisen PR wichtig”.

Der PRVA nutzte die Befragung auch gleich für einen Blick auf die wichtigsten Themen der Branche heute und morgen. Als wichtigste Bereiche werden derzeit eingeschätzt: Unternehmenskommunikation (60,8 %), Interne Kommunikation & Change Management (34,6 %), Krisenkommunikation (32 %) und Marketing/Marken und Consumer PR (32 %). In drei Jahren soll dieses Bild aber anders aussehen: Unternehmenskommunikation liegt nach wie vor an der Spitze (60,1 %). Danach folgen aber Marketing/Marken und Consumer PR (45,8 %) und Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (42,5 %).

Änderungen werden auch bei den Instrumenten erwartet: Als die drei wichtigsten Tools gelten heute Medienarbeit für Print-Medien, Face-to-face-Kommunikation und Online-Kommunikation. In drei Jahren schiebt sich die Online-Kommunikation an die erste Stelle, gefolgt von Face-to-face-Kommunikation und Medienarbeit für Online-Medien.

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PRVA

Five years later

CandlesSo schnell vergeht die Zeit: Eben war meine Agentur noch neu gestartet, jetzt ist sie schon fünf Jahre am Markt unterwegs. Zusammen mit der Zeit bei Mendetter PR und Hochegger|Com sind’s dann  schon mehr als zehn Jahre im PR-Business.

Im Rückblick hat sich in der Kommunikation inzwischen sehr viel geändert:  Zu Beginn sandten wir jeden Tag Berge von Faxen und Infos wurden noch primär auf Papier transportiert (EMS und Fahrradboten galten als rasche Übertragungswege). Brauchbaren Inhalt im Web gab es kaum und der Zugang dorthin war recht mühsam. Alleine in den letzten fünf Jahren hat sich sehr viel getan: 2004 begann die Blogosphere im deutschen Sprachraum erst Fuß zu fassen und von Facebook, Twitter & Co.  war noch keine Rede.

Die neuen Tools haben auch die PR-Arbeit massiv verändert. Zumindest in der Theorie, in der Praxis wundere ich mich immer wieder, wie viele gerade mal im Web 1.0 angekommen sind und Web 2.0 primär Angst um ihren vermeintlichen Kontrollverlust beschert. Die weitere Reise in der Kommunikationswelt verspricht spannend zu bleiben ;-) .

brand eins über PR: zu Interessen stehen

Den Themen Kommunikation und PR ist die Februar-Ausgabe von brand eins gewidmet. Der Schwerpunkt erfreut zum Intro mit einem Blick in den Papierkorb der Redaktion – da tummeln sich viele abstruse Themen-Angebote . Wie in vielen anderen Medien auch, die darüber immer wieder mal Dampf ablassen.

Das Unangenehme daran: Inmitten dieses ganzen E-Mülls geht so manches brauchbare Thema unter. Einfach, weil man als Journalist genervt ist.  Und mit der Selektion aus dieser Überfülle überfordert ist. Die großen Namen erwischt es dabei natürlich weit seltener als kleinere und unbekanntere Unternehmen. Das und die neue Welt der Social Media machen PR-Arbeit weiterhin recht herausfordernd und spannend.

Gabriele Fischer schreibt im Editorial von brand eins: “Journalisten wollen was rauskriegen, PR-Leute wollen was reindrücken.” Wolf Lotter widmet unter dem Titel “Propaganda” genau dem einen ausführlichen Essay.

Darin fordert er die Public Relations dazu auf, sich von hübsch ethisch ausgestalteten Kodices und ihren Ansprüchen nach “Objektivität”, “Authentizität” und “Wahrhaftigkeit” zu verabschieden: “Klartext wird gebraucht, also jene PR, die nicht so tut, als sei sie allem und jedem verpflichtet, sondern eine PR, die Interessen klar und deutlich vertritt.”

Denn genau dann erfüllten  sie ein urdemokratisches Prinzip: dem Aushandeln von Interessen.  Und nur genau dann wären Gespräche auch interessant, wenn die unterschiedlichen Interessen deutlich werden. Schließlich gelte auch: “Das Gegenteil von Interesse ist uninteressant.”

Damit widerlegt Lotter allerdings nur den Anspruch nach Objektivität. Das zwar zu Recht – auch in meiner PR-Arbeit ist immer klar, wessen Interessen ich vertrete. Die beiden anderen Postulate  nach Authentizität und Wahrhaftigkeit erachte ich jedoch als essenziell: PR-Arbeit muss immer das Selbstverständnis des Unternehmens widerspiegeln und Kommuniziertes muss wahr sein – alles andere führt auf die Dauer zu keinem erfolgreichen Ergebnis.

Dafür ist der Beitrag über die Kommunikations-Probleme der Fluglinie Quantas in der Februar-Ausgabe von brand eins das beste Beispiel.

> Mehr dazu:

brand eins Feber 2009

PR-Workshop in progress

PR-Doktor Karin Hoffmann vermittelt seit August des Vorjahres Basis-Wissen zum Thema PR. Das bisherige Ergebnis zu ihrem Blog-Workshop gibt es jetzt als E-Book.

Kerstin Hoffmann. Workshop PR