Eine aktuelle Studie belegt es erneut: Journalisten wünschen sich primär einen informativen Pressebereich auf Unternehmenswebsites und aussagekräftige Presseaussendungen inkl. Bildangeboten via E-Mail. Das ergibt erneut eine Befragung österreichischer Journalisten durch die PR-Agentur Babnik Communications & Partner und die Internet-Marketing-Agentur str-act!.
Bei Presseaussendungen sollte man gerade auf die Betreffzeile achten. Das Wort Presseinformation und Datumsangabe sollte man besser weglassen, dafür den Unternehmensnamen anführen und das Thema treffend beschreiben.
Weitgehend uninteressant beurteilen Journalisten noch diverse Plattformen wie Youtube, Blogs und Social Communitys.
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Observer-Letter
Ähnliche Studie von Marketagent – Herbst 2008
Der Public Relations Verband Austria (PRVA) befragte online PR-Profis aus Unternehmen und Agenturen zu Krise & Kommunikation. Mehr als 90 Prozent der Teilnehmer gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Krise in Österreich erst kommt. Und mehr als die Hälfte glaubt, dass die Krise noch bis zu drei Jahre dauern wird. Bei den Ergebnis-Details fällt auf: Die Auftragnehmer (PR-Agenturen) sind bei beiden Fragen etwas optimistischer als die Auftraggeber (Unternehmen).
Rund die Hälfte der Befragten fühlt sich von der Krise nur “etwas betroffen”. Und ebenso nehmen die Hälfte der Auftraggeber wie Auftragnehmer an, dass PR in der aktuellen Krise an Bedeutung gewinnen wird. Als wichtigste Gründe werden genannt: Verbesserung der Kommunikation und “Krisen PR wichtig”.
Der PRVA nutzte die Befragung auch gleich für einen Blick auf die wichtigsten Themen der Branche heute und morgen. Als wichtigste Bereiche werden derzeit eingeschätzt: Unternehmenskommunikation (60,8 %), Interne Kommunikation & Change Management (34,6 %), Krisenkommunikation (32 %) und Marketing/Marken und Consumer PR (32 %). In drei Jahren soll dieses Bild aber anders aussehen: Unternehmenskommunikation liegt nach wie vor an der Spitze (60,1 %). Danach folgen aber Marketing/Marken und Consumer PR (45,8 %) und Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (42,5 %).
Änderungen werden auch bei den Instrumenten erwartet: Als die drei wichtigsten Tools gelten heute Medienarbeit für Print-Medien, Face-to-face-Kommunikation und Online-Kommunikation. In drei Jahren schiebt sich die Online-Kommunikation an die erste Stelle, gefolgt von Face-to-face-Kommunikation und Medienarbeit für Online-Medien.
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PRVA
Den Themen Kommunikation und PR ist die Februar-Ausgabe von brand eins gewidmet. Der Schwerpunkt erfreut zum Intro mit einem Blick in den Papierkorb der Redaktion – da tummeln sich viele abstruse Themen-Angebote . Wie in vielen anderen Medien auch, die darüber immer wieder mal Dampf ablassen.
Das Unangenehme daran: Inmitten dieses ganzen E-Mülls geht so manches brauchbare Thema unter. Einfach, weil man als Journalist genervt ist. Und mit der Selektion aus dieser Überfülle überfordert ist. Die großen Namen erwischt es dabei natürlich weit seltener als kleinere und unbekanntere Unternehmen. Das und die neue Welt der Social Media machen PR-Arbeit weiterhin recht herausfordernd und spannend.
Gabriele Fischer schreibt im Editorial von brand eins: “Journalisten wollen was rauskriegen, PR-Leute wollen was reindrücken.” Wolf Lotter widmet unter dem Titel “Propaganda” genau dem einen ausführlichen Essay.
Darin fordert er die Public Relations dazu auf, sich von hübsch ethisch ausgestalteten Kodices und ihren Ansprüchen nach “Objektivität”, “Authentizität” und “Wahrhaftigkeit” zu verabschieden: “Klartext wird gebraucht, also jene PR, die nicht so tut, als sei sie allem und jedem verpflichtet, sondern eine PR, die Interessen klar und deutlich vertritt.”
Denn genau dann erfüllten sie ein urdemokratisches Prinzip: dem Aushandeln von Interessen. Und nur genau dann wären Gespräche auch interessant, wenn die unterschiedlichen Interessen deutlich werden. Schließlich gelte auch: “Das Gegenteil von Interesse ist uninteressant.”
Damit widerlegt Lotter allerdings nur den Anspruch nach Objektivität. Das zwar zu Recht – auch in meiner PR-Arbeit ist immer klar, wessen Interessen ich vertrete. Die beiden anderen Postulate nach Authentizität und Wahrhaftigkeit erachte ich jedoch als essenziell: PR-Arbeit muss immer das Selbstverständnis des Unternehmens widerspiegeln und Kommuniziertes muss wahr sein – alles andere führt auf die Dauer zu keinem erfolgreichen Ergebnis.
Dafür ist der Beitrag über die Kommunikations-Probleme der Fluglinie Quantas in der Februar-Ausgabe von brand eins das beste Beispiel.
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brand eins Feber 2009
PR-Doktor Karin Hoffmann vermittelt seit August des Vorjahres Basis-Wissen zum Thema PR. Das bisherige Ergebnis zu ihrem Blog-Workshop gibt es jetzt als E-Book.
Kerstin Hoffmann. Workshop PR
Professor Ansgar Zerfaß von der Universität Leipzig untersuchte in einer ersten grundlegenden Studie, wie Online-Bewegtbilder von Journalisten und PR-Fachleuten genutzt werden. Wichtigstes Ergebnis: Beide Kommunikatoren sind Vorreiter bei der Video-Nutzung im Internet, wobei bereits 60 Prozent der Journalisten mit Bewegtbildern arbeiten, aber nur 40 Prozent der PR-Profis.

Interessante Unterschiede gibt es bei der Themen-Präferenz: Journalisten nutzen Webvideos primär für “weiche” Themen wie Sport und Zeitgeschehen, PR-Fachleute vor allem für den Komplex “Technik/Wirtschaft/Innovation”.
Die Vorteile von Webvideos sehen beide Gruppen ähnlich: Journalisten und PR-Fachleute sind gleichermaßen überzeugt, dass sich mit Videos die Realität/Wirklichkeit besser abbilden lässt. Demgegenüber sind beide der Meinung, dass sich bei Texten Inhalte besser bearbeiten lassen.
Redaktionen suchen Bewegbild-Content zunächst auf der Presse-Website eines Unternehmens. Daneben auch auf Recherche-Plattformen für die Presse und auf Videoportalen wie YouTube. Jeder dritte Journalist tut dies bereits täglich.
PR-Profis sehen die größten Potenziale für Bewegtbild in den Bereichen Corporate Publishing (Imagefilme), für die Medienarbeit und in der Web2.0-Kommunikation (YouTube-Clips).

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Bewegtbildstudie Universität Leipzig
Medianet: Web-Videos: Schnelligkeit zu Lasten der Qualität?
Comscore: Meistbesuchte Online-Videoportale in Deutschland
Nachtrag:
Upload zum Wettlauf zwischen YouTube, Yahoo, Facebook & Co.
Marketagent hat zum vierten Mal Journalisten aus Österreich über ihr Verhältnis zur Pressearbeit befragt. Laut diesem Journalistenbarometer sind für 82 Prozent der Redakteure in der Zusammenarbeit mit Unternehmen Seriosität und Glaubwürdigkeit am wichtigsten, gleich gefolgt von der raschen Reaktion auf Anfragen (81 Prozent). Letzteres führt auch die Hitliste jener Themen an, die künftig noch wichtiger werden.
Am störendsten finden Journalisten leere Worthülsen – für 70 Prozent sind sie das größte Ärgernis. Auf Platz zwei folgt die langsame Reaktion der Unternehmen auf Anfragen (69 Prozent). Hier gibt es auch eine sehr klare zeitliche Vorgabe der Journalisten: 54 Prozent erwarten auf Presseanfragen innerhalb von 12 Stunden eine Antwort.
Das Themen-Ranking führen Neuheiten bzw. die zukünftige Entwicklung in der Branche an (68 Prozent), an zweiter Stelle liegen neue Produkte und Services mit 54 Prozent, Studien folgen mit 39 Prozent an dritter Stelle.
Der typische Journalist erhält pro Tag zwischen 11 und und 30 Pressemeldungen. Sehr vieles davon wandert ungenutzt in den elektronischen Papierkorb: Die Hälfte der Journalisten nutzt nur 15 Prozent der erhaltenen Informationen. Dennoch ist dieser Informations-Weg am beliebtesten: 85 Prozent der Journalisten werden über Unternehmens-News am liebsten mit einer Presseaussendung per E-Mail informiert, 50 Prozent wünschen sich ein persönliches Gespräch und 40 Prozent ein persönliches Telefonat. Andere Angebote wie Presseaussendung per Post oder Fax und Kundenzeitungen sind unerwünscht.
> Mehr dazu:
Journalistenbarometer 2008 von Marketagent

Social Media stellen das bisherige Verständnis von Kommunikationsarbeit ziemlich auf den Kopf. Vielen fällt es schwer, sich gänzlich von der One-Way-Communication zu verabschieden – und einigen ist überhaupt noch nicht bewusst , was sich da so abzeichnet. Auch in der PR sind viele im Zeitalter von Web 2.0 oder Web 3.0 noch nicht angekommen, zeigte sich zuletzt der Wiener PR-Berater Markus Pirchner überzeugt (Interview bei Semantic Web Company).
Auf der anderen Seite tut sich doch einiges: Da entwickelt ein Team an der Leeds Metropolitan University einen semantischen Standard für Presseaussendungen und Medienbeobachtung (www.xprl.org).
Und es wird eifrig an einem Nachfolger für die klassische Presseaussendung gebastelt: Am 28. Oktober 1906 verschickte die amerikanische Eisenbahngesellschaft “Pennsylvania Railroad” erstmals an eine Lokalzeitung eine derartige Information, ist beim PR-Kloster zu lesen. 100 Jahre danach gibt es einige ernst gemeinte Versuche für eine neue Social Media Release (SMR). Todd Defren werkt seit längerem an einem derartigen Template, Version 1.5 präsentiert er auf seinem Blog PR Squared.
Timo Lommatzsch hat zu diesem Thema jetzt an der FH Hannover seine Bachelor-Arbeit verfasst. Die wichtigsten Inhalte kann man sich bei Social Media PReview als E-Book downloaden.
> Mehr dazu:
Erste Presseinformation 2.0 in Deutschland: Bildungsoffensive 2006
Social Media Group
Naked PR
Nachtrag: Es gibt auch schon Beispiele für den nächsten Schritt: den Social Media Newsroom. Zum Beispiel für das Projekt Wasserbotschater von Volvic.
Pressearbeit, Mailings und Newsletter sind die richtigen Kommunikations-Tools für kleinere und mittlere Unternehmen. Die Kosten sind überschaubar, der Nutzen oft sehr hoch — wenn man über das richtige Wie Bescheid weiß.
Genau das vermitteln jetzt zwei Online-Seminare von mir auf der eLearning-Plattform SELFworxx.net. Anhand konkreter Beispiele lernen wir, wie eigene Projekte erfolgreich umgesetzt werden.
Das sind die Inhalte der beiden eLearning-Kurse:
Mailings, Newsletter & Co.
Mailings sind eines der beliebtesten Marketinginstrumente. Denn Sie erzielen immer eine Wirkung, wenn der Empfänger Ihr Mailing liest: von Aufmerksamkeit über Sympathie bis zur aktiven Reaktion. Ziel dieses Kurses ist eine gute Responsequote und die Einhaltung der rechtlichen Vorschriften.
Public Relations – kostenlose Presseberichte
Wünschen Sie sich manchmal, dass Zeitungen über Sie berichten und Sie dafür nichts bezahlen müssen? Dann sollten Sie sich in diesem Blitzkurs darüber informieren, was Sie anstellen müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Lassen Sie sich in die kleinen Geheimnisse der Journalisten einweihen.
Beide Kurse dauern jeweils vier Wochen und werden zu drei Terminen angeboten. Wer sich rasch entscheidet, kann noch beim ersten Block einsteigen: 17.03. – 15.04.2008. Die nächsten Termine sind 26.05. – 24.06.2008 und 18.09. – 17.10.2008.
Mehr dazu auf der Website von www.SELFworxx.net. Dort kann der Wunsch-Kurs auch gleich gebucht werden. Per E-Mail an seminare@SELFworxx.net geht’s noch einfacher.
Und noch eine Studie zum Recherche-Verhalten bei Medien. Die PR-Agentur Maisberger Whiteoaks befragt dazu jährlich deutsche Journalisten.
Im Vergleich zum Vorjahr wurden bei der Umfrage im November 2007 PR-Informationen insgesamt etwas häufiger genutzt. Mögliche Gründe sind die Qualität der Materialien und die immer knapper werdende Zeit, die für redaktionelle Arbeiten zur Verfügung steht.
Presseinformationen sind demnach weiterhin die beliebteste Quelle, sie werden von 84,8 Prozent der Befragten verwendet. Es folgen Anwenderberichte (38 Prozent), Kompetenzartikel (29,3 Prozent) und Interviewangebote (28,3 Prozent).
Deutlich zungenommen haben andere Informationsquellen: Bereits 12 Prozent der Redaktionen nutzen moderne Recherchequellen wie Blogs und RSS-Feeds. Dieser Anteil hat seit 2005 deutlich zugenommen.